Expertenkommission erarbeitet Konzept für pädiatrische und geburtshilfliche Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern

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Am 25. August fand die konstituierende Sitzung der Kommission zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Expertinnen und Experten beschlossen zwei erste zu priorisierende Arbeitsaufträge für das Gesundheitswesen im Land.

Stefanie Drese, Gesundheitsministerin und Vorsitzende der Kommission: „Wir stehen in Mecklenburg-Vorpommern vor einigen Herausforderungen bei der Gesundheitsversorgung. Wichtig ist, dass wir diese nun gezielt angehen. Einen Schwerpunkt setzt die Kommission auf die Weiterentwicklung der Versorgung von werdenden Müttern, ihren Babys und Kindern. Einen weiteren auf die Umsetzung der Gesundheitsziele für unser Land im Bereich Prävention und Gesundheit.“

Letzterer umfasst die Fortentwicklung einer integrierten und zielgruppenspezifischen Gesundheits- und Sozialberichterstattung, die Weiterentwicklung einer umsetzungsorientierten und auf die vom Aktionsbündnis für Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern beschlossenen Gesundheitsziele ausgerichtete Landesstrategie für Gesundheitsförderung und Prävention sowie den flächendeckenden Aufbau integrierter kommunaler Strategien und Strukturen zur Gesundheitsförderung und Prävention.

Für die Zukunft der Pädiatrie und Geburtshilfe sei das Hauptziel, klare Ansprüche und einen entsprechenden Handlungsrahmen zu entwickeln, um die Versorgung ganzheitlich sicherzustellen, so Drese. Dazu zählten auch Unterthemen wie Personalschlüssel bei Geburten und die Vergütung von Hebammen sowie sektorenübergreifende Versorgungsansätze.

Prof. Dr. Steffen Fleßa, Gesundheitsökonom an der Universität Greifswald und 2. Vorsitzender: „Unser Anspruch an das Gesundheitswesen in Mecklenburg-Vorpommern beinhaltet neben der Gewährleistung hochwertiger medizinischer Standards auch die Sicherstellung von Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung der tatsächlichen Bedarfe. Darauf basierend erarbeiten wir als Kommission die Handlungsempfehlungen für eine bestmögliche Versorgung der Menschen im Land.“

Drese betont, dass für die Entwicklung von Lösungsvorschlägen und die Bereitschaft zur Umsetzung die Beteiligung möglichst aller für die medizinische Versorgung verantwortlichen Akteure nötig sei. Mitglieder der Kommission sind Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, wie Kassenärztlichen Vereinigung, der Landeskrankenhausgesellschaft, Patientenvertretungen, Kommunen, der Wissenschaft und Praxis sowie des Gesundheitsministeriums.