Bluthochdrucktherapie mit besserem Überleben bei metastasiertem Brustkrebs assoziiert5. März 2026 Symbolbild: © New Africa/stock.adobe.com Bei Frauen mit metastasiertem Brustkrebs ist Bluthochdruck eine häufige Begleiterkrankung. Eine aktuelle Studie aus der Fachzeitschrift „Cancer Medicine“ zeigt nun, dass eine konsequente antihypertensive Kombinationstherapie mit einem besseren Überleben bei metastasiertem Brustkrebs assoziiert ist – insbesondere bei guter Therapieadhärenz. Frauen mit metastasiertem Brustkrebs leiden häufig zusätzlich an chronischen Begleiterkrankungen, wobei Bluthochdruck zu den häufigsten zählt. In der untersuchten Studienpopulation hatte nahezu die Hälfte der Patientinnen zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose eine Hypertonie, mit noch höheren Raten bei schwarzen und hispanischen Frauen. Die Forschenden wollten wissen, ob eine effektivere Behandlung des Bluthochdrucks das Überleben verbessern kann. Die Analyse zeigte, dass eine Kombinationstherapie – also die Behandlung mit mehreren Klassen antihypertensiver Medikamente – mit deutlich besseren Überlebenschancen verbunden war. Im Vergleich zu einer Monotherapie war die Kombinationstherapie mit einem um 38 Prozent niedrigeren Risiko für die Gesamtmortalität assoziiert. Hohe Therapieadhärenz reduziert Sterberisiko um 58 Prozent Noch ausgeprägter war der Vorteil bei Patientinnen mit hoher Therapieadhärenz. Frauen, die ihre Blutdruckmedikamente regelmäßig einlösten, hatten ein um 58 Prozent reduziertes Sterberisiko. Zudem erwies sich die Kombinationstherapie als effektiver in der Blutdruckkontrolle: Mehr als 75 Prozent der Patientinnen unter Polytherapie erreichten im Verlauf einen systolischen Blutdruckwert von unter 140 mmHg. „Diese Patientinnen tragen eine enorme Last an chronischen Erkrankungen, doch diese werden im Fokus auf die Krebsbehandlung häufig vernachlässigt“, erklärt Studienleiterin Dr. Reina Haque vom Department of Research & Evaluation von Kaiser Permanente Southern California. „Unsere Ergebnisse vermitteln eine einfache, aber wichtige Botschaft: Eine konsequente Behandlung von Begleiterkrankungen kann das Leben verlängern – insbesondere bei Women of Color, die seit Langem von Ungleichheiten in der Krebsversorgung betroffen sind.“ Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer koordinierten Versorgung zwischen Onkologie, Kardiologie und hausärztlicher Betreuung. Da die Kombinationstherapie mit einer geringeren Mortalität assoziiert war, könnte eine konsequente Blutdruckkontrolle künftig stärker als integraler Bestandteil der Versorgung von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs berücksichtigt werden. Zukünftige Studien sollen klären, welche antihypertensiven Regime optimal sind und wie integrierte Versorgungsmodelle dazu beitragen können, bestehende Versorgungsunterschiede weiter zu reduzieren und die Prognose zu verbessern. (lj/BIERMANN) Außerdem interessant zum Thema metastasierter Brustkrebs: 3D-Modell eröffnet neue Ansatzpunkte für Therapien von Hirnmetastasen nach Brustkrebs Screening erhöht die Überlebensrate bei Brustkrebs im Stadium IV deutlich
Mehr erfahren zu: "STI: Mit Patienten einfühlsam ins Gespräch kommen" STI: Mit Patienten einfühlsam ins Gespräch kommen Anlässlich des „Welttages der sexuellen Gesundheit“ am 4. September geben die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und die Deutsche STI Gesellschaft (DSTIG) kollegiale Tipps zur ärztlichen Gesprächsführung.
Mehr erfahren zu: "Frühere Menopause mit höherem Risiko für Bronchiektasen assoziiert" Frühere Menopause mit höherem Risiko für Bronchiektasen assoziiert Frauen, bei denen die Menopause früher eintritt, haben ein höheres Risiko, an Bronchiektasen zu erkranken. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die in der Fachzeitschrift „Chronic Obstructive Pulmonary Diseases: […]
Mehr erfahren zu: "Head-to-Head-Test favorisiert Nitrofurantoin gegen unkomplizierte Harnwegsinfektionen bei Frauen" Weiterlesen nach Anmeldung Head-to-Head-Test favorisiert Nitrofurantoin gegen unkomplizierte Harnwegsinfektionen bei Frauen In einer randomisierten, offenen Studie mit vier Therapieregimen gegen unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege (HWI) bei Frauen war Nitrofurantoin die wirksamste Therapie. Die einmalige Gabe von Fosfomycin half am wenigsten. […]