Expertenteam entwickelt Diagnosesystem für Parkinson-Patienten21. Januar 2020 Projektteam um Prof. Ioannis Iossifidis (2. Reihe links) traf sich, um Arbeitspakete und Meilensteine zu besprechen. (Foto: HRW) Wissenschaftler der Hochschule Ruhr West (HRW) und ihre Partner im Forschungsprojekt „VAFES“ entwickeln einen „Virtuellen Arm- und Handtest mithilfe von maschinellem Lernen bei neurologischen Bewegungsstörungen“. Die Arm- und Handbewegungen von Parkinson- und Schlaganfall-PatientInnen mit Rückenmarksverletzungen sind oft stark eingeschränkt. Diese Einschränkungen haben enorme Auswirkungen auf die Lebensqualität der betroffenen PatientInnen. Eine differenzierte Diagnose der Hand- und Armfunktion ist sowohl zur Therapiesteuerung als auch zur Früherkennung von großer Bedeutung. Die WissenschaftlerInnen im Projekt VAFES wollen ein standardisiertes Testsystem entwickeln und in der Virtual Reality (VR) umsetzen. Die Aufnahme multipler Biosignale – in Kombination mit präzisen Bewegungsdaten – ermöglichen erstmalig den Einsatz moderner Machine-Learning(ML)-Algorithmen zur Diagnose, Klassifikation und Therapiesteuerung von neurologisch bedingten Hand- und Armdysfunktionen. Erster Entwurf für den Virtuellen Arm- und Handtest (©HRW) Therapeutisch sollen die gewonnenen Erkenntnisse zur Tremorbehandlung, zur Etablierung VR-gestützter Neurofeedback-Therapieansätze bei Bewegungsstörungen und zur Feinkalibrierung der Tiefenhirnstimulation bei der Parkinsonbehandlung eingesetzt werden. Die entwickelten modularen Hard- und Software-Komponenten sollen sowohl klinisch/wissenschaftlich (VR-Testumgebung) als auch wirtschaftlich (Testinstrument, Decoder, aktiver Sensorhandschuh) verwertet werden. Für ihr Vorhaben erhält die Hochschule Ruhr West mit ihren Projektpartnern für die nächsten drei Jahre eine Förderung aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 2,36 Millionen Euro. Das Institut Informatik der Hochschule Ruhr West übernimmt mit Prof. Ioannis Iossifidis die Rolle des Konsortialführers. Projektpartner sind das RUB Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, vertreten durch Dr. Christian Klaes, das RUB Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum, vertreten durch Dr. Matthias Sczesny-Kaiser, und die SNAP GmbH, vertreten durch Dr. Corinna Weber.
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