Fachärzte-Spitzenverband gibt sich neues Grundsatzprogramm28. Januar 2021 Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa. Foto: Lopata/Axentis Mit dem neu verabschiedeten Grundsatzprogramm „Facharzt 2025 – gemeinsam in Klinik und Praxis“ will sich der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) für die gesundheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft positionieren. Der SpiFa unterstreicht in seinem neuen Programm zwei Faktoren, die das deutsche Gesundheitssystem nach seiner Ansicht zu einem der Weltspitzenreiter macht: zum einen die Philosophie des freien Berufes und zum anderen die hohe Verfügbarkeit fachärztlicher Medizin in Klinik und Praxis. „Um diese Leistungsfähigkeit auch in den nächsten Jahren erhalten und ausbauen zu können, ist es aus Sicht des SpiFa dringend notwendig, Veränderungsprozesse anzustoßen“, so Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa. Dafür hat der SpiFa ein Zehn-Punkte-Programm aufgelegt. Im Fokus liegt die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Arztberufes. Ärztinnen und Ärzte in Klinik und Praxis, so fordert der SpiFa, sollen das Patientenwohl über das politische Interesse einer einnahmeorientierten Ausgabenpolitik stellen können. Außerdem kritisiert der SpiFa das Denken in Sektoreninteressen und Sektorengrenzen als nicht mehr zeitgemäß. „Mit der Auflösung der Sektorengrenzen sehen wir viele Chancen im Sinne einer patientenzentrierten und patientengerechteren Versorgung“, so Heinrich auf der digitalen Mitgliedersammlung des SpiFa, auf der das neue Grundsatzpapier verabschiedet wurde. Durch die Sektorenabschottung habe sich die Kommunikation zwischen den Krankenhausärzten und niedergelassenen Ärzten einerseits und zwischen fach- und hausärztlichen Versorgungsbereich andererseits in den letzten Jahrzehnten zunehmend verschlechtert. Dieser Prozess könne nicht allein durch eine digitale Transformation behoben werden, sondern nur durch eine echte rechtliche und strukturelle Überwindung der Sektorentrennung, ist Heinrich überzeugt. Ab dem Sommer wird der Wahlkampf die politische Agenda bestimmen. Der SpiFa hat sich mit seinem Grundsatzpapier entsprechend positioniert und kündigt an, mit einer eigenen Kampagne Schwerpunkte zu setzen, um für den Erhalt der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems Veränderungsprozesse anzuschieben. (SpiFa/ms)
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