Fettlebererkrankung: Hormone können sie rückgängig machen18. Juni 2025 Foto: © PIC4U/stock.adobe.com Eine neue Studie der University of Oklahoma, USA, beschreibt, wie das Hormon FGF21 (Fibroblasten-Wachstumsfaktor 21) die Auswirkungen einer Fettlebererkrankung bei Mäusen umkehren kann. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass FGF21 in im Mausmodell wirksam Signale auslöste, die den Leberstoffwechsel veränderten. Dadurch wurde das Leberfett reduziert und die Fibrose rückgängig gemacht. Das Hormon sendete zudem ein separates Signal direkt an die Leber, insbesondere zur Senkung des Cholesterinspiegels. Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Cell Metabolism“ veröffentlicht. „Es handelt sich um eine Rückkopplungsschleife, bei der das Hormon ein Signal an das Gehirn sendet, das die Nervenaktivität zur Leber verändert, um diese zu schützen“, erklärt Dr. Matthew Potthoff von der University of Oklahoma, Hauptautor der Studie. „Der Großteil der Wirkung geht auf das Signal an das Gehirn zurück, nicht auf die direkte Signalisierung der Leber. Zusammen sind die beiden Signale jedoch wirksam in ihrer Fähigkeit, die verschiedenen Lipidarten in der Leber zu regulieren“, fügt er hinzu. Signale an das Gehirn Ähnlich wie die als GLP-1 (Glucagon-like peptide 1) bekannten Gewichtsverlustmedikamente, die den Blutzuckerspiegel und den Appetit regulieren, wirkt FGF21 im Gehirn und reguliert dort den Stoffwechsel. Beide Hormone werden zudem in peripheren Geweben produziert – GLP-1 im Darm und FGF21 in der Leber – und beide wirken, indem sie Signale an das Gehirn senden. „Interessanterweise wirkt dieses Stoffwechselhormon primär über Signale an das Gehirn und nicht direkt an die Leber“, sagt Potthoff. „FGF21 ist sehr wirksam, da es nicht nur zu einer Fettreduktion führte, sondern auch die Umkehrung der Fibrose, dem pathologischen Teil der Erkrankung, vermittelte – und dies, während die Mäuse noch eine krankheitsauslösende Diät einnahmen. Jetzt verstehen wir nicht nur die Wirkungsweise des Hormons, sondern dies könnte uns auch bei der Entwicklung noch gezielterer Therapien in Zukunft helfen.“
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