Finale Auswertung der Geometry-mono 1-Studie: METex14 als onkogener Treiber bei Nichtkleinzelligem Lungenkrebs bestätigt17. Oktober 2024 Lungenkrebs (Abbildung: © Dr_Microbe/stock.adobe.com) Die finale Analyse einer Phase-II-Studie bestätigt die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit der neuen zielgerichteten Therapie mit dem MET-Inhibitor Capmatinib bei fortgeschrittenem Nichtkleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) mit MET-Exon-14-Skipping-Mutationen. Davon profitieren insbesondere therapienaive Patienten. Die Leitung der Studie lag bei Univ.-Prof. Jürgen Wolf, Leiter der Studiengruppe Lungenkrebs (LCGC) an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät. MET-Exon-14-Skipping-Mutationen treten in etwa drei Prozent der NSCLC-Fälle auf. Die nichtrandomisierte, kohortenübergreifende, offene Phase-II-Studie Geometry-mono 1 wurde in 152 Zentren und Krankenhäusern in 25 Ländern durchgeführt. Die Patienten mit MET-dysreguliertem, EGFR-Wildtyp, und ALK-Rearrangement-negativem fortgeschrittenem NSCLC (Stadium IIIB/IV) und einem Leistungsstatus der Eastern Cooperative Oncology Group von 0 oder 1 wurden auf der Grundlage ihres MET-Status (METex14 oder MET-Amplifikation) und ihrer bisherigen Therapielinien in neun Kohorten eingeteilt. Die Patienten erhielten Capmatinib (400 mg oral zweimal täglich) in 21-tägigen Behandlungszyklen. Der primäre Endpunkt war die Gesamtansprechrate. Jürgen Wolf (Foto: © Michael Wodak/Uniklinik Köln) Wolf fasst als Erstautor der Studie die Ergebnisse der Geometry-mono-1-Studie zusammen: „Capmatinib stellt für die untersuchte Patientengruppe eine wirksame und besser verträgliche Alternative zur Chemotherapie dar und ist ein weiterer Schritt hin zur personalisierten Therapie möglichst vieler Patienten mit Lungenkrebs. In der Publikation wird auch die gute Wirksamkeit auch bei Patienten mit Hirnmetastasen gezeigt. Darüber hinaus konnte der Wert einer NGS-Analyse aus dem Blut (Liquid Biopsy) zur zuverlässigen Detektion dieser Mutationen belegt werden. Molekulare Analysen bei Patienten im Progress der Erkrankung geben erste Einblicke in die molekularen Mechanismen der Resistenzentwicklung.“
Mehr erfahren zu: "Krebsfrüherkennung in Deutschland: Status quo und Perspektiven" Krebsfrüherkennung in Deutschland: Status quo und Perspektiven Organisierte Programme zur Krebsfrüherkennung haben das Potenzial, die Mortalität zu senken und Therapien zu verbessern. Wie gut dies gelingt, hängt jedoch stark von der jeweiligen Krebsart und der Umsetzung der […]
Mehr erfahren zu: "Etablierte Verfahren bleiben vorerst Standard bei der Darmkrebsvorsorge" Etablierte Verfahren bleiben vorerst Standard bei der Darmkrebsvorsorge Die Darmkrebsvorsorge verbessern – aber wie? Mit dieser Frage beschäftigten sich Experten auf dem Deutschen Krebskongress 2026. Großer Hoffnungsträger ist beispielsweise das Mikrobiom, allerdings kommen bisherige Analysen, ebenso wie blutbasierte […]
Mehr erfahren zu: "Strahlentherapie: DEGRO stellt wichtige Ergebnisse aus aktuellen Studien vor" Strahlentherapie: DEGRO stellt wichtige Ergebnisse aus aktuellen Studien vor Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) hat eine Übersicht über einige wichtige Studien der letzten Monate veröffentlicht: Eine moderne Strahlentherapie erweise sich zunehmend als schonende Alternative zu Operationen, oft sei […]