FLI erstmals auf der Grünen Woche in Berlin9. Januar 2026 Pipettieren gehört zu den häufigsten Tätigkeiten in vielen Laboren. (Symbolbild) Foto: © Werner – stock.adobe.com Zum 100. Jubiläum der Grünen Woche in Berlin ist das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) unter dem Themenschwerpunkt Tierhaltung erstmals beim Messeauftritt des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) dabei. In Halle 23a präsentiert das FLI an Stand 605 dabei unterschiedlichste Aspekte seiner Forschung. Seit über 100 Jahren forscht das FLI für die Tiergesundheit – zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt. Mithilfe moderner Diagnostik, präventiver Ansätze und digitaler Unterstützung erkennen Wissenschaftler unsichtbare Gefahren frühzeitig und entwickeln Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Pipettieren und Arbeiten im (Hoch-)Sicherheitsbereich Pipettieren gehört zu den grundlegenden Techniken in nahezu jedem Labor. Besucherinnen und Besucher können verschiedene Pipetten selbst ausprobieren. Dabei wird schnell klar: mit Handschuhen wird sogar das Lösen eines Kinderpuzzles zur Herausforderung.Zusätzlich zeigt das FLI einen Schutzanzug, der bei der Arbeit mit bestimmten Erregern in der höchsten Biosicherheitsstufe getragen wird. Im BSL-4 Zoonosen wird an zwischen Mensch und Tier übertragbaren Infektionserregern geforscht, gegen die es in der Regel weder Impfstoffe noch gezielte Therapien gibt, wie Ebola-, Nipah- oder Krim-Kongo-Viren. Tierseuchendiagnostik von Geflügelpest bis Maul- und Klauenseuche Moderne Labordiagnostik und Bioinformatik ermöglichen es, neue Erreger zu identifizieren. Außerdem erlauben sie es auch, bekannte Erreger bei Ausbrüchen schnell zu analysieren und damit Risiken einzudämmen.Ein zentrales Werkzeug ist die Sequenzierungstechnologie: Das FLI zeigt ein modernes Mini-Sequenziergerät – kaum größer als ein Schokoriegel und für den Einsatz vor Ort geeignet. Ein Monitor zeigt die entstehenden Sequenzdaten. Ergänzend vermitteln interaktive Puzzle spielerisch Wissen über DNA, Erreger und die Arbeit von „Virusjägern“. Digitale Lösungen für mehr Tierwohl KI und Big-Data-Analysen spielen sowohl in der Forschung als auch in der landwirtschaftlichen Praxis eine immer größere Rolle. Sie helfen dabei, Tierwohl- und Gesundheitsprobleme bei Nutztieren frühzeitig zu erkennen. Ihre Intelligenz kann genutzt werden, um die Haltung tiergerechter, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Videos zeigen Hühner, Schweine und Rinder beim Lösen von Lernaufgaben. Interessierte können selbst testen, ob sie Aufgaben genauso schnell lösen oder Bilder so schnell erkennen wie die KI. Am vom FLI entwickelten „Bite-o-Mat“ für Schweine wird anschaulich, wie technische Systeme zur Früherkennung von Verhaltensproblemen beitragen können. Anhand von Videos wird demonstriert, wie KI einzelne Tiere automatisch erkennt, ihre Bewegungen verfolgt und diese Informationen mit weiteren Daten verknüpft. Außerdem wird ein virtueller Stall aus der Perspektive einer Kuh gezeigt. Weitere Informationen: Grüne Woche – 16.-25. Jan. 2026
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