Follow-up von COVID-19-Patienten nach Krankenhaus-Entlassung3. Dezember 2020 © Mongkolchon – stock.adobe.com (Symbolbild) Chinesische Autoren beschreiben in einer aktuellen Arbeit die 4-wöchige Nachuntersuchung von aus dem Krankenhaus entlassenen COVID-19-Patienten. Ein Thorax-CT und die Blutuntersuchung wurden am letzten Tag vor der Entlassung der Patienten sowie zwei und vier Wochen danach durchgeführt und Nasen-Rachen-Abstriche auf SARS-CoV-2-Ribonukleinsäure (RNA) sowohl eine Woche als auch zwei Wochen nach der Entlassung genommen. Die Wissenschaftler nahmen 51 Patienten mit „normaler“ COVID-19-Erkrankung in ihre Studie auf (definiert als ein Zustand mit Fieber und einigen Symptomen einer Atemwegsinfektion sowie Anzeichen einer Pneumonie beim Röntgenthorax). Im Vergleich zu den Anomalien, die bei den letzten CT-Scans vor der Entlassung der Patienten festgestellt wurden, waren die Anomalien in der Lunge bei der 1. und 2. Nachuntersuchung nach der Entlassung allmählich verschwunden. Die Fälle mit fokaler Milchglastrübung reduzierten sich von 17,7% auf 9,8%. Auch die Rate der Patienten mit multiplen Milchglastrübungen sank von 80,4% auf 23,5%. Die Fälle mit Konsolidierung nahmen von 49,0% auf 2,0% ab und diejenigen mit Verdickungen der interlobulären Septen von 80,4% auf 35,3%. Die Studienautoren beobachteten außerdem eine Verringerung der Fälle mit subpleuralen Linien von 29,4% auf 7,8% sowie eine Abnahme der Fälle mit unregelmäßigen Linien von 41,2% auf 15,7%. Es wurde gezeigt, dass die Lungenläsionen bei 25,5% der Patienten bei den 1. CT-Scans nach der Entlassung vollständig resorbiert waren. Diese Rate war bei der 2. Nachuntersuchung auf 64,7% gestiegen. Die Ergebnisse der SARS-CoV-2-RNA-Tests fielen bei 17,6% der entlassenen Patienten wiederholt positiv aus, wobei nur 33,3% der Betroffenen über klinische Symptome klagten. Es gab keine Unterschiede in den Eigenschaften der letzten CT-Scans vor der Entlassung zwischen den Patienten mit wiederkehrend positiven Testergebnissen und den Patienten mit negativen Testergebnissen. Bei 55,6% der entlassenen Patienten mit erneutem Auftreten positiver Testergebnisse für SARS-CoV-2-RNA erwies sich der Lungenschaden als vollständig resorbiert. Fazit Der durch COVID-19 verursachte Lungenschaden könnte bei Patienten mit „normaler“ COVID-19-Erkrankung reversibel sein. (ac) Autoren: Liu C et al. Korrespondenz: Xiaoyang Wang; [email protected] Studie: Chest Computed Tomography and Clinical Follow-Up of Discharged Patients with COVID-19 in Wenzhou City, Zhejiang, China Quelle: Ann Am Thorac Soc 2020;17(10):1231–1237. Web: https://doi.org/10.1513/AnnalsATS.202004-324OC
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