Forschung für den Erhalt der Sehfähigkeit10. Juli 2019 Anatomie-Professorin Barbara Braunger von der Universität Würzburg. (Foto: Andreas Neueder) Prof. Dr. Dr. Barbara M. Braunger ist neue Professorin für Anatomie an der Universität Würzburg. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht die Netzhaut. Sie sucht nach Wegen, den Verlust der Sehfähigkeit zu verhindern. Erkrankungen der Gefäße des Auges, wie sie zum Beispiel bei der altersbedingten Makuladegeneration oder im Rahmen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) vorkommen, können zur Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung führen. Auch genetische Ursachen einer Netzhautdegeneration, wie etwa im Fall der Retinopathia pigmentosa, führen zum Sehverlust. Zwar kann der Verlauf dieser Erkrankungen mittlerweile zumindest teilweise therapeutisch abgemildert oder verzögert werden, verhindern kann man sie letztlich jedoch noch nicht. Denn bis heute sind die genauen Mechanismen, die zur Krankheitsausprägung führen, nicht vollständig verstanden. Was Nervenzellen funktionsfähig hält Dass es gar nicht so weit kommt, ist ein Ziel der Forschung von Braunger. Die Medizinerin ist neue Professorin am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Sie interessiert sich für Mechanismen, die für die Entwicklung und die Aufrechterhaltung von Gefäßen verantwortlich sind, sowie für neurodegenerative Erkrankungen des Auges. Beide Bereiche hängen eng zusammen: „Es geht immer um Struktur und Funktionalität der Netzhaut und um die Frage, was Nervenzellen funktionsfähig hält. Da gehören Gefäße zwangsläufig dazu“. Sowohl die altersbedingte Makuladegeneration als auch die diabetische Retinopathie und die Retinopathia Pigmentosa zählen zu Braungers Forschungsschwerpunkten. Ihr Ziel ist es, auf molekularer Ebene diejenigen Signalwege zu identifizieren, die das Augenlicht schützen. „Meine Forschung sucht nach dem Anfang dieser krankhaften Prozesse, sozusagen dem Stein, der alles ins Rollen bringt“, sagt sie. Wenn es gelinge, diesen Stein zu entdecken und zu stoppen, ließen sich möglicherweise alle folgenden Komplikationen verhindern. Von der Klinik in die Wissenschaft Barbara Braunger hat von 1998 bis 2005 Humanmedizin an der Universität Ulm studiert. Von dort wechselte sie zunächst in die Klinik – als Assistenzärztin an der Universitäts-Augenklinik in Erlangen – um sich zwei Jahre später der Wissenschaft zuzuwenden, zunächst als naturwissenschaftliche Doktorandin und anschließend Postdoktorandin am Lehrstuhl für Humananatomie und Embryologie der Universität Regensburg.
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