Forschung für innovative Therapien gegen Kinderkrebs5. Mai 2021 Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz. (Foto: © Peter Pulkowski/Universitätsmedizin Mainz) Mit einer Fördersumme in Höhe von 1,2 Millionen Euro finanziert die Bad Kreuznacher Sophia-Kallinowsky-Stiftung eine Professur im Kinderonkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Mainz. Im Rahmen der Stiftungsprofessur sollen personalisierte, innovative Therapien zur Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen weiterentwickelt und erforscht werden. Tumore werden traditionell entsprechend dem Zelltyp, aus dem die Krebszellen entstanden sind, standardisiert behandelt. Bei vielen Patienten wirkt die Standardbehandlung jedoch nicht oder nur unzureichend. Die sogenannte Präzisionsmedizin verfolgt deshalb einen neuen Ansatz: Ausgehend von individuellen genetischen Veränderungen werden maßgeschneiderte, innovative Therapien entwickelt. Um die kinderonkologische Forschung im Bereich der Präzisionsmedizin zu unterstützen, hat die Sophia-Kallinowsky-Stiftung jetzt mit der Universitätsmedizin Mainz einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. „Mit unserer Förderung wollen wir dazu beitragen, die Entwicklung von individualisierten, neuartigen Krebstherapien weiter voranzutreiben, damit betroffenen Kindern und Jugendlichen in Zukunft noch besser geholfen werden kann“, erläutert Karsten Kallinowsky, Vorsitzender des Stiftungsvorstands. Im Rahmen der Stiftungsprofessur soll die translationale Forschung auf dem Gebiet der Kinderonkologie weiter ausgebaut werden. Ziel dieses Forschungsbereichs ist es, die vorklinische wissenschaftliche Arbeit eng mit der Durchführung klinischer Studien zu verzahnen und so den Zeitraum zwischen der Entwicklung neuer Behandlungsansätze und der Bereitstellung für die Patienten zu verkürzen. Ein besonderer Schwerpunkt der Stiftungsprofessur soll auf der Erforschung von genetisch bedingten Faktoren liegen, die Tumorerkrankungen im Kindes- und Jugendalter auslösen können. Ziel: Patienten-individuelle Behandlungsempfehlungen „Das Kinderonkologische Zentrum der Universitätsmedizin Mainz ist die einzige universitäre Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz und übernimmt eine große überregionale Verantwortung bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen. Durch die neue Stiftungsprofessur für translationale klinische Forschung in der Kinderonkologie wird diese Expertise und die Forschungskraft der Universitätsmedizin Mainz weiter gestärkt“, betont der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Ulrich Förstermann. Das Krankheitsbild, die Behandlung und die Prognosen von Tumorerkrankungen im Kindes- und Jugendalter unterscheiden sich deutlich von onkologischen Erkrankungen bei Erwachsenen. Daher bedarf es hochspezialisierter Diagnostik- und Behandlungsverfahren. „Unser Ziel ist es, für jeden Patienten eine genau auf ihn abgestimmte Behandlungsempfehlung zu entwickeln und umzusetzen“, erklärt der langjährige Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Fred Zepp. Die Sophia Kallinowsky-Stiftungsprofessur wird mit einer Gesamtsumme von 1,2 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren finanziert. Die Förderung umfasst alle mit der Einrichtung der Professur im Kinderonkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Mainz verbundenen Kosten.
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