Forschungsprojekt an der RUB: Biomarker zur Glaukom-Früherkennung21. November 2017 Dr. Sabrina Reinehr im Forschungslabor. Foto: © Andreas Beyna, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum Ein Forschungsprojekt zur Glaukom-Früherkennung wird von der Ruhr-Universität Bochum gefördert. Ein Nachweis von Biomarkern könnte hilfreich sein, um frühzeitig einen Glaukomverdacht abklären zu können. Unter dem Titel “Analyse möglicher Biomarker in einem Glaukom-Modell mit chronisch erhöhten Augeninnendruck” beschäftigt sich Dr. rer. nat. Sabrina Reinehr vom Forschungslabor der Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum mit diesem Thema und hat dafür jetzt eine “FoRUM”-Förderung erhalten. Dabei handelt es sich um ein Programm zur Forschungsförderung der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, das klinische Forschung, Grundlagenforschung, technologische Anwendungsforschung und Nachwuchsförderung unterstützt. Die Glaukom-Diagnostik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, vor allem durch bildgebende Verfahren wie die Heidelberg-Retina-Tomographie (HRT) und die Optische Kohärenz-Tomographie (OCT), mit denen Schädigungen in frühen Stadien und lange bevor sich der Patient eines Sehverlustes bewusst wird, erkannt werden können. Einen Hinweis auf ein Glaukom durch eine einfache Laboruntersuchung zu bekommen, würde indes die Früherkennung um einiges erleichtern und dazu beitragen, Betroffene rechtzeitig zu behandeln. Dies könnten, so hoffen die Bochumer Ärzte und Wissenschaftler vom Knappschaftskrankenhaus, Biomarker leisten. Hierbei handelt es sich um Substanzen, meist Proteine, die bei bestimmten Erkrankungen oder körperlichen Charakteristika in erhöhter Konzentration vorliegen. Die Zahl der Menschen, die davon profitieren könnten, ist hoch: Alleine in Deutschland geht man von rund einer Million Menschen mit Glaukom oder erhöhtem Augeninnendruck aus – bei unbekannter Dunkelziffer. Quelle: Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
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