Warken will Krankheitsprävention ausbauen17. Juli 2026 Die Krankheitsprävention spielt in allen Lebensphasen eine wichtige Rolle. (Symbolfoto: ©Garun Studios/stock.adobe.com) Wenn man eine Erkrankung hat, wird man behandelt – das ist im deutschen Gesundheitswesen klar. Um Risiken zu mindern oder früher zu erkennen, soll aber auch die Prävention eine größere Rolle bekommen. Angebote zum Vorbeugen von Erkrankungen sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stärker ausgebaut werden. Das Gesundheitssystem leiste eine hochwertige und umfassende Versorgung im Krankheitsfall, sagte die CDU-Politikerin anlässlich einer Auftaktveranstaltung für eine geplante Präventionsoffensive. „Künftig müssen wir aber noch besser darin werden, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen.“ Prävention sei keine Nebensache. Präventive Angebote sollten stärker im Alltag verankert werden Im Blick stehen unter anderem verpflichtende Einladungen von Kindern und Jugendlichen zu Vorsorgeuntersuchungen, wie es aus Ministeriumskreisen hieß. Zunächst berichtete der „Tagesspiegel“ darüber. Konkret geht es um die U-Untersuchungen U10 für Grundschulkinder von sieben oder acht Jahren und J1 für Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren. Bei der geplanten Pflegereform sollen Versicherte über 60 Jahren Anspruch auf einen „Check-up 60 plus“ bekommen. Frühzeitiges Eingreifen solle dabei die Selbstständigkeit möglichst lange erhalten und Pflegebedürftigkeit verhindern, verzögern oder abmildern. Ärztepräsident Klaus Reinhardt warb dafür, Prävention über den gesamten Lebenszyklus von Schwangerschaft und Geburt bis ins hohe Alter umzusetzen. „Wer heute in wirksame Prävention investiert, verhindert morgen vermeidbare Erkrankungen.“ Die Ausgaben dafür bei den gesetzlichen Krankenkassen sind nach Angaben des Spitzenverbands im vergangenen Jahr auf 734 Millionen Euro gestiegen. „Dieses Engagement kommt an Grenzen“, sagte Verbandschef Oliver Blatt. „Wir sprechen über eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“
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