Fortgeschrittener Nierenkrebs: Molekulare Subtypen sind für das Therapie-Ansprechen von Bedeutung16. April 2024 Foto: © shidlovski/stock.adobe.com Mithilfe von KI fanden Forscher des Yale Cancer Center in New Haven, USA, heraus, dass einige Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs je nach molekularem Subtyp unterschiedlich auf die Immuntherapie reagieren. Die Studie baut auf einer klinischen Studie auf, in der sieben verschiedene molekulare Subtypen mit einzigartigen biologischen Eigenschaften identifiziert wurden. „Die Motivation für diese Studie ist wirklich das, was wir in der Klinik sehen – wir haben Patienten mit genau der gleichen Diagnose von klarzelligem Nierenkrebs, die die gleiche Therapie erhielten, aber dramatisch unterschiedliche Ergebnisse erzielten“, betont Dr. David Braun, Assistenzprofessor für Medizin an der Yale School of Medicine. Braun erklärt weiter: „Wir wissen, dass zwischen Tumoren eine enorme biologische Vielfalt besteht, und wir wollten verstehen, ob wir klassische Ansätze des maschinellen Lernens nutzen können, um verschiedene Subtypen von klarzelligem Nierenkrebs zu klassifizieren, und ob diese Subtypen die Wahrscheinlichkeit eines Ansprechens auf die Therapie beeinflussen.“ Ergebnisse der Studie Die Forscher analysierten klinische Daten von 734 Patienten und verwendeten ein maschinelles Lerntool mit künstlicher Intelligenz (KI), um nach Vorhersagemöglichkeiten dieser molekularen Subtypen im Rahmen standardmäßiger, von der FDA [US-amerikanische Gesundheitsbehörde] zugelassener Behandlungen für klarzelligen Nierenkrebs zu suchen. Mithilfe von KI konnten Forscher die unterschiedlichen biologischen Zustände für jeden molekularen Subtyp bestimmen. Sie fanden auch heraus, dass einige Patienten je nach molekularem Subtyp unterschiedlich auf die Immuntherapie reagierten. Allerdings ist Braun vorsichtig, was die Frage angeht, ob molekulare Subtypen die Behandlung leiten können. „Wir können diesen maschinellen Lernansatz nutzen, um die Subtypen von Nierenkrebs zu verstehen“, betont er. „Aber wir können immer noch nicht sagen, dass eine Behandlung je nach Subtyp besser ist – Subtypen von klarzelligem Nierenkrebs scheinen von der Immun-Checkpoint-Inhibition, einer Art gezielter Therapie, zu profitieren. Als Nierenkrebsgemeinschaft müssen wir diese molekularen Subtypen prospektiv in klinischen Studien untersuchen, um festzustellen, ob bestimmte Subtypen von bestimmten Therapien profitieren oder nicht.“
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