Fortgeschrittenes Melanom vom akralen Subtyp: Toripalimab besser als Dacarbazin12. Juni 2026 Bild: ©Focalfinder – stock.adobe.com Forschende aus China untersuchten die Wirksamkeit und Sicherheit des PD‑1‑Inhibitors Toripalimab versus Dacarbazin in der Erstlinie beim fortgeschrittenen Melanom. Dabei lag der Schwerpunkt auf Fällen, die überwiegend vom akralen Subtyp betroffen waren. Hier zeigte Toripalimab einen signifikanten PFS‑Vorteil vs. Dacarbazin, bei insgesamt vertretbarem Sicherheitsprofil. In die Phase-III-Studie wurden Patienten mit Melanom im Stadium III oder IV, die noch keine systemische Therapie gegen das fortgeschrittene Melanom erhalten hatten, aufgenommen. Nach einer 1:1-Randomisierung erhielten die Teilnehmer entweder Toripalimab 240 mg alle 2 Wochen für bis zu 2 Jahre oder Dacarbazin 1000 mg/m² alle 3 Wochen bis zur Progression oder bis zum Auftreten nicht tolerabler Toxizitäten. Patienten im Dacarbazin‑Arm konnten nach radiologisch gesichertem Fortschreiten der Erkrankung zu Toripalimab wechseln. Studienendpunkt war das PFS, bestimmt durch eine verblindete, unabhängige zentrale Beurteilung (BICR) gemäß RECIST, Version 1.1. Für die Studie wurden zwischen dem 22.01.2018 und dem 12.07.2023 insgesamt 256 Patienten rekrutiert. Bei 160 Teilnehmenden (62,7 %) lag ein akrales Melanom vor. 127 Patienten wurden dem Toripalimab‑Arm und 128 dem Dacarbazin‑Arm zugeteilt, ein Patient wurde aufgrund eines Verstoßes gegen die Good Clinical Practice ausgeschlossen. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 11,8 Monate (0,1–62,5). Toripalimab senkte das Risiko für Progression oder Tod vs. Dacarbazin signifikant um 29,2 Prozent (HR 0,71; 95 %‑KI 0,53–0,95; p = 0,02), basierend auf der BICR‑Beurteilung. Ein konsistenter PFS‑Vorteil zeigte sich in den meisten vordefinierten Subgruppen, inkl. jener mit akralem Subtyp. Die durch BICR beurteilte ORR betrug für Toripalimab 11,0 Prozent (95 %‑KI 6,2–17,8) vs. 8,6 Prozent (95 %‑KI 4,4–14,9) für Dacarbazin. Die mediane Dauer der Remission sprach ebenfalls für Toripalimab: 13,8 (95 %‑KI 5,9 bis nicht auswertbar) vs. 6,9 (95 %‑KI 3,8 bis nicht auswertbar) Monate. Nebenwirkungen von Grad 3 oder höher traten bei 36 Patienten (28,3 %) unter Toripalimab auf. Die häufigsten Ereignisse (≥3 %) waren Lipase-Erhöhung (n = 11), Anämie (n = 5), erhöhte g‑Glutamyltransferase (n = 4), Hyponatriämie (n = 4) und erhöhte Triglyzeridspiegel im Blut (n = 4). (ins) Mehr zum Melanom: Reseziertes Hochrisiko‑Melanom: Zusatz von Vibostolimab zu Pembrolizumab lohnt sich nicht Neoadjuvantes Ipilimumab plus Nivolumab beim Melanom: Gute Ergebnisse nach fünf Jahren
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