Frauen mit früher Menopause sollten nicht rauchen20. Dezember 2024 © gzorgz – stock.adobe.com (Symbolbild) Anhand von Daten aus der prospektiv durchgeführten PLCO-Studie (Prostate, Lung, Colorectal and Ovarian) haben die Autoren einer aktuellen Publikation etwaige Zusammenhänge zwischen einer frühen Menopause (<45 Jahre) und einer Hormonersatztherapie in den Wechseljahren (MHT) einerseits und Lungenerkrankungen und der Mortalität aufgrund solcher beurteilt. Die Forschenden hatten sich mit diesen Fragen beschäftigt, weil zwar bekannt ist, dass eine frühe natürliche Menopause das Risiko für Lungenerkrankungen und die damit verbundene Sterblichkeit bei Raucherinnen erhöht, man aber noch nicht viel darüber weiß, ob eine frühe chirurgische Menopause ähnliche Auswirkungen hat. Auch wisse man nicht viel darüber, ob eine MHT vor Lungenerkrankungen schützt. An der PCLO-Studie hatten 69.706 postmenopausale Frauen teilgenommen. Die Verfasser der aktuellen Analyse betrachteten diese nun stratifiziert nach Menopausetyp und Raucherstatus. Sie stellten fest, dass eine frühe Menopause bei Raucherinnen mit einem erhöhten Risiko für die meisten Lungenerkrankungen und einer damit verbundenen Mortalität in Zusammenhang stand. Dabei beobachteten die Wissenschaftler das höchste Risiko für Atemwegssterblichkeit (HR 1,98; 95%-KI 1,34–2,92) bei Frauen mit beidseitiger Ovarektomie. Eine frühe Menopause war bei Nichtraucherinnen – sowohl mit natürlicher als auch mit chirurgischer Menopause – positiv mit chronischer Bronchitis und Mortalität insgesamt sowie mit nichtkrebsbedingter oder pulmonaler Sterblichkeit assoziiert. Dabei entfiel den Autoren der Studie zufolge das höchste Risiko auf die Mortalität aufgrund von Atemwegserkrankungen bei beidseitiger Ovarektomie (HR 1,91; 95%-KI 1,16–3,12). Eine MHT jemals stand mit reduzierter Gesamtmortalität sowie nichtkrebsbedingter und kardiovaskulärer Sterblichkeit über alle Menopausetypen hinweg in Zusammenhang, unabhängig vom Raucherstatus. Zudem war eine MHT mit einem reduzierten Risiko für nicht die Ovarien betreffenden Krebserkrankungen, Lungenkrebs und atemwegsassoziierte Mortalität bei Jemals-Raucherinnen verbunden. Unter Raucherinnen stand der Einsatz einer MHT zu irgendeinem Zeitpunkt mit einer Reduktion der HR für Gesamtmortalität sowie nichtkrebsbedingte und kardiovaskuläre Sterblichkeit in Zusammenhang, und dies in einer von der Dauer der MHT abhängigen Art und Weise. Fazit Die Empfehlung der Autoren aufgrund der Ergebnisse lautet: Raucherinnen, bei denen die Menopause früh eintritt, sollten unabhängig vom Menopausetyp (natürlich oder chirurgisch) gezielt mit dem Rauchen aufhören und auf Lungenkrebs hin untersucht werden. (ac) Autoren: Gai X et al. Korrespondenz: Shuguang Leng; [email protected] Studie: Early menopause and hormone therapy as determinants for lung health outcomes: a secondary analysis using the PLCO trial Quelle: Thorax 2024;79(10):961–969. Web: https://doi.org/10.1136/thorax-2023-220956
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