Friedrich-Schiller-Universität Jena: Fabri ist neuer Professor für Dermatologie22. April 2025 Prof. Mario Fabri (© Hellmann/UKJ) Mario Fabri ist neuer Professor für Dermatologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Direktor der Hautklinik am Universitätsklinikum Jena. „Mich fasziniert die Vielseitigkeit der Hautmedizin“, sagt Prof. Mario Fabri. Der 47-jährige Hautarzt hat seit diesem Semester die Professur für Dermatologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena inne und ist Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena. „Erkrankungen der Haut können Infektionen, autoimmunbedingt oder onkologisch sein, zudem ist die Haut bei etlichen Krankheiten betroffen, die gleichzeitig andere Organe oder Organsysteme befallen. Dadurch bietet die Dermatologie viele Berührungspunkte zu anderen Fächern.“ Ein zentraler Berührungspunkt: Das Immunsystem der Haut. Wie sich die Haut gegen Infektionserreger wehrt oder versucht, Krebszellen zu bekämpfen, sind die Forschungsthemen von Fabri. Dabei untersucht er vor allem den Zusammenhang von Immun- und Stoffwechselprozessen – zum Beispiel, welche Rolle der Stoffwechsel von Aminosäuren für Immunprozesse spielt oder wie Immunzellen bei Infektionen mit Mykobakterien reguliert sind, etwa bei Tuberkulose. Als Organmodell dient dabei meist von Patientinnen und Patienten gespendetes Gewebematerial. Fabri forscht auch zu Autoimmunerkrankungen der Haut, wie Sarkoidose. In der Klinik deckt Fabri die gesamte Breite des Faches ab, mit besonderer Expertise für die Diagnose und Behandlung von Infektionen der Haut, die etwa ein Viertel aller dermatologischen Erkrankungen ausmachen. Diesen Schwerpunkt vertritt er zudem in überregionalen Fachgesellschaften und Gremien. Fabri bringt umfassende Lehrerfahrung mit, neben Medizinstudierenden hat er auch Masterstudierende und im Studiengang Zahnmedizin unterrichtet. Er legt besonderen Wert auf praxisnahes Lernen, also die Lehre unmittelbar mit Patientinnen und Patienten. Der gebürtige Rheinländer studierte Medizin in Köln, mit Auslandsaufenthalten in Nizza und Harvard. Für seine Dissertation bearbeitete er ein infektionsimmunologisches Thema. Mit einem DFG-Stipendium unterbrach er die Facharztausbildung für einen Forschungsaufenthalt und forschte in Los Angeles an der Immunantwort gegen bakterielle Hautinfektionen. Anschließend erhielt Fabri eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen zum Aufbau einer eigenen Nachwuchsgruppe. Er habilitierte sich über die Immunantwort der Haut bei Infektionen und wurde auf eine W2-Professur an der Universität und Uniklinik Köln berufen. Daneben war er Gastprofessor am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg und arbeitete zuletzt als stellvertretender Klinikdirektor an der Uniklinik Köln. In einem aktuellen Forschungsprojekt, das von der VW-Stiftung gefördert wird und das er in Jena fortsetzen wird, untersucht ist er mit seiner Arbeitsgruppe den Stoffwechsel der Immunzellen beim weißen Hautkrebs. Das Projekt analysiert die Rolle des Immunzellstoffwechsels in der Entstehung und Entwicklung von Hautkrebs. Fabri: „Das Ziel unserer Forschung ist es, das Immunsystem insgesamt besser zu verstehen und so neue dermatologische Therapieansätze zu eröffnen sowohl für eine zielgerichtete Forcierung der Immunprozesse bei Krebs oder Infektionen, als auch für eine Hemmung der Mechanismen bei Autoimmunerkrankungen.“
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