Für mehr Transparenz bei Gelenkoperationen25. Februar 2022 Daten aus Patient*innen-Befragungen nach Eingriffen an Gelenken sollen helfen, die Behandlungsqualität langfristig zu verbessern. (Foto: Unimedizin Halle) Das Department für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Universitätsmedizin Halle hat die erste Patientin nach einem arthroskopischen Eingriff an der Schulter in das Deutschsprachige Arthroskopieregister (DART) eingeschleust. Ziel der elektronischen Datenbank, die mehrere Register aus Orthopädie und Unfallchirurgie vereint, ist es, die Qualität von Gelenkbehandlungen in Deutschland transparent zu machen und wichtige Impulse für die Versorgungsforschung zu geben. „Die Patientin gehört zu einer hoffentlich schnell wachsenden Gruppe von Freiwilligen, die mit ihrer Bereitschaft aktiv zum medizinischen Fortschritt und zur Verbesserung zukünftiger Versorgungen beitragen“, stellt PD Dr. Matthias Aurich, Leiter der Unfallchirurgie der Universitätsmedizin Halle, fest. Aurich ist Initiator des KnorpelRegisters der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), das seit kurzem auch zum DART gehört. Das KnorpelRegister DGOU dient der Beurteilung der Effektivität und Sicherheit von Knorpeltherapien und ist registriert im Deutschen Register Klinischer Studien. Mittlerweile sind seit der Initiierung im Jahr 2013 fast 10.000 Datensätze enthalten, auf deren Basis international beachtete Ergebnisse publiziert werden. Das Ziel aller DART-Register ist eine langfristige und breit angelegte Messung von Behandlungsergebnissen mittels einer automatisierten automatisierten Ärzt*innen- und Patient*innen-Befragung. Die hierdurch gewonnenen Daten dienen der Qualitätssicherung operativer und nicht-operativer Therapieformen an einem Gelenk und unterstützen die Weiterentwicklung der eingesetzten Methoden. Entscheidend für die Bewertung des Ergebnisses ist der subjektive Gesundheitszustand der Patient*innen, der vor und zu sechs Zeitpunkten nach der Behandlung in einen webbasierten Fragebogen eingetragen wird. Die letzte Befragung kann bis zu zehn Jahren nach Beginn der Therapie erfolgen. „Durch eine schnell wachsende, multizentrische Datenerhebung werden wir so in der Zukunft eine Vielzahl wichtiger Fragen zum Outcome in der Gelenkchirurgie beantworten können“ ist sich Aurich sicher.
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