G-BA prüft Systemische Therapie für Kinder- und Jugendliche26. August 2021 Foto: Katarzyna Bialasiewicz Photographee.eu – stock.adobe.com Nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die Aufnahme der Systemischen Therapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Kinder und Jugendliche zu prüfen, fordern die systemischen Fachverbände, das Therapieverfahren für Kinder und Jugendliche nun möglichst schnell als Kassenleistung zuzulassen. Die wissenschaftliche Anerkennung der Systemischen Therapie als Psychotherapieverfahren für alle Altersgruppen wurde bereits 2008 durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie ausgesprochen. Für eine Übernahme der Behandlungskosten durch die GKV fehlte aber noch das Votum des G-BA. Dies sei nun auch für Kinder und Jugendliche in greifbare Nähe gerückt, erklärte die Systemische Gesellschaft – Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung. Die Systemische Therapie bezieht den sozialen Kontext der Patientinnen und Patienten in besonderer Weise mit ein und arbeitet mit Lösungsmöglichkeiten, die in Familien und sozialen Gruppen angelegt sind. „In der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie ist Systemische Therapie schon seit vielen Jahren weit verbreitet und unverzichtbar“, erklärt Dr. Filip Caby, Vorsitzender der DGSF und als Chefarzt in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik tätig. „Wir hoffen, dass dieses hochwirksame Verfahren auch Kindern und Jugendlichen außerhalb von Kliniken nicht länger vorenthalten wird.“ Susanne Busching, stellvertretende Vorsitzende der SG und Systemische Familientherapeutin, ergänzt: „Die gute Studienlage lässt uns auf eine zügige Entscheidung des G-BA hoffen. Besonders pandemiebelasteten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien kann so wirksam geholfen werden.“
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