Gebärmutterentfernung – IQTIG mit Entwicklung einer Patientenbefragung beauftragt29. März 2022 Foto: © MQ-Illustrations- stock.adobe.com Die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) ist in Deutschland eine der häufigsten Operationen in der Frauenheilkunde. Zugleich haben Studien gezeigt, dass die medizinische Frage, ob bei gutartigen Erkrankungen ggf. auch organerhaltend operiert werden kann, regional sehr unterschiedlich beantwortet wird. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat vor diesem Hintergrund ein unabhängiges wissenschaftliches Institut beauftragt, eine Patientenbefragung als qualitätssicherndes Instrument zu entwickeln. Ziel ist es, die derzeitigen Prozesse bei der Auswahl der angemessenen Behandlung von gutartigen Gebärmuttererkrankungen in Krankenhäusern aus Sicht der Patientinnen zu überprüfen. Mit Hilfe der gewonnenen Daten sollen – sofern es hier Handlungsbedarf gibt – erkrankte Frauen zukünftig besser informiert und in ihrer Kompetenz gestärkt werden, um gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten über die Behandlungsoptionen bei gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter zu entscheiden. Überwiegende Gründe für eine Gebärmutterentfernung sind gutartige (benigne) Erkrankungen wie Myome. Neben der kompletten Gebärmutterentfernung stehen verschiedene weitere, organerhaltende Behandlungsoptionen zur Verfügung: Beispielsweise die operative Myomentfernung und die Verkleinerung der Myome indem die Blutzufuhr zur Gebärmutter reduziert wird. Welche Behandlungsoption für eine Frau geeignet ist, hängt sehr von ihrer persönlichen Situation ab – und erklärt, wie wichtig die umfassende Information für eine Beteiligung der Frauen an der Entscheidungsfindung ist. Patientenbefragungen sollen künftig die Instrumente in der Qualitätssicherung ergänzen. Wie sie sich im Zusammenspiel mit „klassischen“ Instrumenten verhalten, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Das vom G-BA beauftragte Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) wird seinen Abschlussbericht bis zum 15. März 2024 vorlegen. Seine Aufgabe ist es, geeignete Qualitätsindikatoren zu entwickeln, die für die Beantwortung der Fragestellungen relevant sind. Zudem soll das IQTIG ein Umsetzungs-, Auswertungs- und Rückmeldekonzept erstellen.
Mehr erfahren zu: "Inklusive Versorgung im Leben mit und nach Krebs: Projekt „SeiTeil“ gestartet" Inklusive Versorgung im Leben mit und nach Krebs: Projekt „SeiTeil“ gestartet Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai machen die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Bundesvereinigung Lebenshilfe auf bestehende Barrieren in der Krebsversorgung aufmerksam.
Mehr erfahren zu: "KI-Projekt KIMONA: Neue Technologien für Krebsregistermeldungen in NRW" KI-Projekt KIMONA: Neue Technologien für Krebsregistermeldungen in NRW Die Uniklinik Köln koordiniert ein Sechs-Milionen-Euro-Verbundprojekt zur automatisierten Auswertung medizinischer Dokumente.
Mehr erfahren zu: "Apherese als mögliche Behandlung bei Präeklampsie" Apherese als mögliche Behandlung bei Präeklampsie Eine Präeklampsie ist bislang nur durch einen Kaiserschnitt zu behandeln, was je nach Reifegrad eine Gefahr für das Kind ist. Eine neue Studie deutet nun darauf hin, dass die Schwangerschaft […]