Gebündelte Kräfte im Kampf gegen Infektion mit Bakterium Clostridioides difficile3. Mai 2023 Zellen. Foto: © R. Schlüter; Zellen: N. Metzendorf, Universität Greifswald Eine One-Health-Studie unter Federführung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung und des Friedrich-Loeffler-Instituts untersuchte das Potential der Wirksamkeit des Naturstoffs Chlorotonil A gegenüber einer Infektion mit dem Bakterium Clostridioides difficile. Die Erreger werden über Kontaktinfektionen übertragen und können häufig zu schweren Durchfallerkrankungen bei Menschen und Tieren führen. Besonders tückisch ist die Entstehung von Dauerstadien, also Sporen von C. difficile, die im Darm verbleiben und unter für sie günstigen Bedingungen, z. B. nach Störung der natürlichen Mikrobioms durch Einnahme von Antibiotika, eine erneute Infektion hervorrufen können. In ihrer gemeinsamen Studie fanden die Forscherinnen und Forscher heraus, dass zwei Varianten von Chlorotonil A – einem Naturstoff, der von einem Myxobakterium produziert wird, – ähnlich gut wie das Antibiotikum Vancomycin gegen eine C. difficile-Infektion wirken. Darüber hinaus zeigte sich auch eine Wirksamkeit gegenüber Dauerstadien von Clostridioides difficile. Ein weiterer Schwerpunkt der Studie war es, die Auswirkung von Chlorotonil A auf das Mikrobiom des Darmes zu prüfen. In diesem Teil der Studie konnte das Forschungsteam vom Institut für molekulare Pathogenese am FLI demonstrieren, dass der Wirkstoff Chlorotonil A das Mikrobiom des Schweines deutlich weniger schädigt als andere Antibiotika. Das Abtöten von Sporen und die weitgehende Schonung der schützenden Mikrobioms, könnten die beiden Chlorotonile zu einem Meilenstein der Behandlung von C. difficile-Infektionen werden lassen. Die Studie entstand in enger Kooperation mit dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland, der Universität Greifswald und dem Leibniz-Institut DSMZ.
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