Gedächtnisverlust: Koffein schützt und bremst die Progression

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Koffein kann die Wachsamkeit, Aufmerksamkeit und das Gedächtnis verbessern. Verschiedene Studien stützen zudem die Hypothese, dass gewohnheitsmäßiger Kaffee-/Koffeinkonsum den kognitiven Abbau bei älteren Menschen bremst. Nun zeigt eine frei zugängliche Studie in „Alzheimer’s & Dementia“ die positive Wirkung von Koffeinkonsum auf Gedächtnis­ und Amyloid-Marker im Liquor bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) und Alzheimer-Demenz (AD).

Das Forscherteam um David Blum von der Universität Lille, Frankreich, hatte den Zusammenhang zwischen gewohnheitsmäßigem Koffeinkonsum und Gedächtnisbeeinträchtigungen und Liquor-Biomarkern bei Patienten mit MCI (n=147) und AD (n=116) untersucht. Diese gehörten der Biomarker-of-AmyLoid-pepTide-and-AlZheimer’s-diseAse-Risk(BALTAZAR)-Kohorte an und hatten bei Aufnahme in die Studie Angaben zu ihrem Koffeinkonsum gemacht.

Mögliche Assoziationen von Koffeinkonsum mit Gedächtnisstörungen und Liquor-Biomarkern (Tau, p-tau181, Amyloid beta 1-42 [Ab1-42], Ab1-40) bestimmten die Forschenden mithilfe logistischer Modelle und Kovarianzanalysen. Bereinigt um Apolipoprotein-E(APOE e4)-Status, Alter, Geschlecht, Bildungsgrad und Tabakkonsum war dabei in der gesamten Kohorte ein geringerer Koffeinkonsum mit einem höheren Risiko für Gedächtnisstörungen (OR 2,49; 95%-KI 1,13–5,46; p=0,023) und niedrigerem Ab1-42 (p=0,047), Ab1-42/Ab1-40 (p=0,040) und Ab1-42/p-tau181 (p=0,020) im Liquor verbunden.

Fazit
Ein geringer Koffeinkonsum ist bei MCI/AD-Patienten mit einem höheren Risiko für Amnesie verbunden. (ej)

Autoren: Blum D et al.
Korrespondenz: David Blum; [email protected]
Studie: Association of caffeine consumption with cerebrospinal fluid biomarkers in mild cognitive impairment and Alzheimer‘s disease: A BALTAZAR cohort study
Quelle: Alzheimers Dement 2024 Oct;20(10):6948–6959.
Web: https://doi.org/10.1002/alz.14169