GERAADA-Score: Zuverlässigkeit der deutschen Risikobewertung für Aortendissektion in den USA bestätigt

Bild: ©ibreakstock/stock.adobe.com

Der von der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) entwickelte GERAADA-Score nimmt eine strukturierte Risikoabschätzung für Menschen mit Aortendissektion vor. Eine amerikanische Studienkohorte belegt die Reliabilität des deutschen Scores.

Das teilte die DGTHG im Rahmen ihrer 52. Jahrestagung in Hamburg mit. Der Fachgesellschaft zufolge berichtete Mikolaj Berezowski von der Klinik der Universität von Pennsylvania (USA) auf der Jahrestagung der amerikanischen Fachgesellschaft Society of Thoracic Surgeons, dass der Score bei 685 notfallmäßig an der Aorta operierten Patientinnen und Patienten angewandt wurde. Im Ergebnis habe sich eine hohe Übereinstimmung zwischen der Vorhersage des Scores und dem tatsächlichen Überleben gezeigt. Dem GERAADA-Score sei daher eine große Zuverlässigkeit attestiert worden.

„Es freut uns natürlich sehr, dass Amerika nach Deutschland blickt und die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Tätigkeit anerkennt und bestätigt,“ sagte Prof. Andreas Böning, Vizepräsident der DGTHG. Die Risikoabschätzung GERAADA wurde bereits 2020 von Prof. Martin Czerny, Leiter der DGTHG-Kommission Aortenchirurgie, erstpubliziert und in Folge umgehend in Deutschland in die klinische Praxis eingeführt. Laut DGTHG werden aktuell die Langzeitdaten der Patientinnen und Patienten des GERAADA-Registers dahingehend überprüft, ob der für den 30-Tage-Zeitraum entwickelte GERAADA-Score auch für das Langzeitüberleben anzuwenden ist.