Gesunde Ernährung senkt Divertikulitis-Risiko bei Frauen

Frau mit Übergewicht bereitet sich in ihrer Küche gesundes essen zu
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In einer großen Kohortenstudie fanden Forschende heraus, dass ausgewogene Ernährungsweisen das Divertikulitis-Risiko bei Frauen deutlich reduzieren, während Nüsse und Samen keinen Einfluss auf die Erkrankungshäufigkeit haben.

Patienten mit einer Divertikulitis versuchen häufig, ihre Ernährung umzustellen und eingehend zu kontrollieren, wobei sie dann insbesondere Nüsse und Samen vermeiden. Ob generell Ernährungsgewohnheiten oder der Verzehr von Nüssen und Samen mit dem Divertikulitis-Risiko korrelieren, ist jedoch noch immer nicht abschließend geklärt – insbesondere nicht bei Frauen. Ein US-amerikanisches Team untersuchte daher nun in einer prospektiven Kohortenstudie, ob bestimmte Ernährungsweisen das Divertikulitis-Risiko bei Frauen beeinflussen.

Frauen (n=29.916) aus den USA und Puerto Rico in einem Alter von 35–74 Jahren ohne Chronisch-entzündliche Darmerkrankung, Krebs oder einer Divertikulitis in der Vorgeschichte nahmen an dieser Studie teil. Sie beantworteten zu Beginn Fragebögen zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme und zur Divertikulitis. Darauf basierend wurden die Werte für den Ernährungsindex berechnet und die Aufnahme von Nüssen, Samen und Mais bewertet. So zeigte sich, dass eine gesunde Ernährung mit einem wesentlich geringeren Risiko für eine Divertikulitis bei Frauen assoziiert ist. Darüber hinaus korreliert der Verzehr von Nüssen und Samen nicht mit dem Divertikulitis-Risiko.

Während der Nachbeobachtungszeit von 415.103 Personenjahren ermittelten die Forschenden insgesamt 1531 Fälle von Divertikulitis. Der Verzehr von Erdnüssen, Nüssen und Samen (adjustierte Hazard Ratio [aHR] 1,07; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,91–1,25) und frischem Obst mit essbaren Samen (aHR 1,06; 95%-KI, 0,90–1,24) war nicht mit dem Auftreten einer Divertikulitis assoziiert. Darüber hinaus ergab sich ein geringeres Risiko für eine Divertikulitis bei Frauen im höchsten Quartil der gesunden Ernährung als im niedrigsten Quartil.

In diesem Kontext ermittelten die Wissenschaftler aHR-Werte für verschiedene Ernährungsprogramme – darunter die „Dietary Approaches to Stop Hypertension-Diät“ (aHR 0,77; 95%-KI 0,65–0,90), den Healthy Eating Index (aHR 0,78; 95%-KI 0,66–0,91), den Alternative Healthy Eating Index (aHR 0,8; 95%-KI 0,69–0,95) und eine alternative mediterrane Ernährung (aHR 0,91; 95%-KI 0,78–1,06). (je)