Gesundheitsbericht: Armut bedroht Gesundheit von Kindern in Brandenburg28. Mai 2018 Foto: © Rudie – Fotolia.com Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze will stärker gegen die Folgen von Kinderarmut vorgehen und die Umsetzung des Präventionsgesetzes forcieren. Zum Auftakt der Kindergesundheitskonferenz Brandenburg 2018, die vergangene Woche in der Potsdamer Staatskanzlei stattfand, sagte Diana Golze: „Es darf nicht vom sozialen Status der Familie, dem Geschlecht oder der Region im Land abhängen, welche gesundheitlichen Chancen ein Kind hat. Dagegen müssen wir angehen. Auch in den ländlichen Regionen sind noch mehr Präventionsangebote notwendig. Es ist nicht hinnehmbar, dass Kinder die Folgen sozialer Ungleichheit tragen, ohne dass sie selbst hierfür verantwortlich sind.“ Nach dem aktuellen Gesundheitsbericht Brandenburgs mit dem Titel „Gesundheit und Gesundheitschancen für Kinder im Land Brandenburg“ zeigen Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen wesentlich häufiger Gesundheitsstörungen als Kinder aus gut gestellten Familien. Die Anzahl der chronischen Erkrankungen ist im Vergleich etwa zweieinhalbmal so hoch. Auffällig ist auch, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit psychischen Störungen in Familien mit niedrigem sozialem Status deutlich höher ist. Im „Bündnis Gesund Aufwachsen in Brandenburg“ haben sich über 200 staatliche und nichtstaatliche Akteure zusammengeschlossen, um die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg zu verbessern. Gesundheitsministerin Golze ist die Vorsitzende des Bündnisses. Golze sagte: „Das Bündnis Gesund Aufwachsen hat sich längst als tragende Säule in der Brandenburger Gesundheitslandschaft etabliert. Von der vernetzten Zusammenarbeit der zahlreichen Akteurinnen und Akteure profitieren alle Kinder und Jugendlichen. Gesundheit geht nur gemeinsam, das ist unsere Überzeugung, und das sehen wir in diesem Bündnis immer wieder bestätigt. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie sich das Bündnis Gesund Aufwachsen entwickelt hat.“ Die Schwerpunkte der Kindergesundheitskonferenz sind neben Diagnostik, Therapie und Rehabilitation ebenso Prävention und Gesundheitsförderung. Golze: „Gesundheitsförderung hat dann Erfolg, wenn sie in den Lebenswelten der Menschen verankert ist. Besonders wirkungsvoll für den Kampf gegen Kinderarmut ist, die Akteure vor Ort zu vernetzen und Präventionsketten zu bilden.“ Geplant sind unter anderem Beschlüsse zur Sicherung der Hebammenversorgung, zur Verbesserung der Mundgesundheit durch Gruppenprophylaxe, zur besseren Information über Impfungen, zur Unfallprävention sowie zur Weiterführung des Projektes „Schulgesundheitsfachkräfte“.
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