Gesundheitsstatus bei COPD-Patienten in der COVID-19-Pandemie25. Oktober 2021 © RFBSIP – stock.adobe.com (Symbolbild) In einer gut charakterisierten Kohorte von Patientinnen und Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) haben die Autorinnen und Autoren einer aktuellen Publikation im Schnitt leichte Verschlechterungen des klinischen Zustandes während der Zeit der COVID-19-Pandemie beziehungsweise entsprechender Restriktionen beobachtet. Klar wurde in der Untersuchung auch, dass die COPD-Betroffenen die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen in hohem Maße und auch zunehmend einhielten. Laut den Forschenden lassen die Daten die Schlussfolgerung zu, dass Ärztinnen und Ärzten insbesondere zu Frauen und Patientinnen und Patienten mit einer COPD des GOLD-Stadiums D aktiv einen Kontakt herstellen sollten, um etwaige Verschlechterungen des Zustandes der Betroffenen zu erkennen. Die Autorinnen und Autoren untersuchten, ob die Vorstellung, dass Maßnahmen zur COVID-19-Kontrolle das Management und den klinischen Zustand von COPD-Betroffenen beeinflussen, tatsächlich zutrifft. Dafür befragten sie Personen aus der COSYCONET-Kohorte insgesamt 3-mal (Befragungen COVID1, 2 und 3 nach 0, 3 bzw. 6 Monaten). Gefragt wurde nach dem Verhalten in der Pandemie sowie nach dem klinischen und funktionellen Zustand sowie der medizinischen Behandlung. Insgesamt kontaktierten die Forschenden 594 Personen, von denen 375 (58% Männer; FEV1 61 ±22% vom Soll) valide Daten zu COVID1 und COVID2 lieferten. Von einer stattgehabten SARS-CoV-2-Infektion berichteten 5 Personen. Die meisten – mit Ausnahme solcher mit höherem Bildungsstand – gaben an, die empfohlenen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Dabei konnten die Forschenden beobachten, dass sich die Einhaltung von Hygieneregeln sowie der Kontakt mit und Zugang zu Ärztinnen und Ärzten zwischen den Befragungen COVID1 und COVID2 leicht verbesserte. Hervorgehoben wird, dass die Befragten mehr Informationen von Medizinerinnen und Medizinern erhielten als aus den öffentlichen Medien. In den meisten beobachteten Fällen konnte die Hausärztin/der Hausarzt nicht durch eine Fernkonsultation ersetzt werden. Im Laufe der Zeit nahmen die Symptome der Befragten leicht zu, während die körperliche Leistungsfähigkeit nach Einschätzung der Betroffenen selbst abnahm. Die Ergebnisse der Befragung COVID3 waren ähnlich. Frauen sowie Personen mit mehr Exazerbationen und Dyspnoe vermieden medizinische Konsultationen, während solche mit einer COPD des GOLD-Stadiums D eher für eine Telekonsultation empfänglich waren. Fazit Bei gut charakterisierten Patientinnen und Patienten mit COPD beobachteten die Autorinnen und Autoren im Durchschnitt leichte Verschlechterungen des klinischen Zustands während der COVID-19-Pandemie. Die Daten legen nahe, dass insbesondere Frauen und Patientinnen und Patienten mit einer COPD des GOLD-Stadiums D aktiv kontaktiert werden sollten, um Verschlechterungen zu erkennen. (ac) Autoren: Kahnert K et al. Korrespondenz: Kathrin Kahnert; [email protected] Studie: Impact of the COVID-19 pandemic on the behaviour and health status of patients with COPD: results from the German COPD cohort COSYCONET Quelle: ERJ Open Res 2021;7(3):00242–2021. Web: https://doi.org/10.1183/23120541.00242-2021
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Die UV-GOÄ als „Fels in der Brandung“" Die UV-GOÄ als „Fels in der Brandung“ Mit der Gebührenordnung für Ärzte zum Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger (UV-GOÄ) kommt es zu deutlichen Verbesserungen für die Abrechnung arthroskopischer Operationen und der Grundleistungen.
Mehr erfahren zu: "DKOU 2026 – Kongresspräsidenten im Interview: „Versorgung vom Patienten aus denken“" DKOU 2026 – Kongresspräsidenten im Interview: „Versorgung vom Patienten aus denken“ Im Interview sprechen die drei Präsidenten des DKOU 2026 über Gesundheitspolitik, Herausforderungen für O & U und Programm-Highlights