Glauber: Jetzt Chance auf europäische Lösung nutzen – „Tierschutz endet nicht an der Landesgrenze.“25. Januar 2022 Wie es den Tieren auf Langstreckentransporten ergeht, ist teilweise unvorstellbar. Es geschieht außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. Dieses millionenfache Tierleid soll baldmöglichst ein Ende haben. Foto: © Photoagriculture – stock.adobe.com Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat bereits seit längerer Zeit Versuche unternommen, gegen Tiertransporte unter fragwürdigen Bedingungen in Drittstaaten vorzugehen. Rechtlich jedoch war dies nicht durchsetzbar. Nun sieht er gute Chancen für eine Besserung der Verhältnisse. Das Europäische Parlament fordert mehr Tierschutz bei Tiertransporten. Dazu haben die Abgeordneten über einen Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses Tiertransporte abgestimmt. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber begrüßte am vergangenen Freitag in München diese Haltung: „Jetzt kommt auf europäischer Ebene endlich Bewegung in die Sache. Das Europäische Parlament bestätigt unsere Haltung: Tiertransporte müssen tierschutzgerecht sein. Seit 2019 kämpfen wir in Bayern dafür, dass tierschutzwidrige Transporte in bestimmte Drittstaaten nicht mehr stattfinden dürfen. Es hat sich gezeigt: Wir brauchen bundeseinheitliche und vor allem auch EU-weite Regelungen, um verbliebene Schlupflöcher über andere Bundesländer oder EU-Mitgliedstaaten zu schließen. Jetzt sind die Gesetzgeber in Berlin und Brüssel am Zug. Gerade von der neuen Bundesregierung erwarte ich großen Einsatz für mehr Tierwohl bei Tiertransporten. Tierschutz endet nicht an der Landesgrenze.“ Das Bayerische Umweltministerium geht bereits seit längerer Zeit gegen Tiertransporte unter fragwürdigen Bedingungen in Drittstaaten vor. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat jedoch entschieden, dass aufgrund der geltenden Regelungen derartige Transporte aus Bayern heraus nicht unterbunden werden können. Daneben arbeitet das Umweltministerium an verschiedenen Initiativen zur Stärkung des Tierschutzes und regionaler Vermarktungsstrukturen, wie beispielsweise zur Weideschlachtung und zum Erhalt der regionalen Strukturen im Schlachtbereich. „Tiere sollten in vertrauter Umgebung tierschonend geschlachtet werden können. Eine hofnahe Schlachtung bedeutet weniger Stress für die Tiere und mehr Tierschutz. Massenmarkt und lange Lebendtiertransporte sind nicht mehr zeitgemäß. Weideschlachtung ist oft mit einer direkten Vermarktung verbunden, was Vertrauen bei den Verbrauchern schafft und die Wertschöpfung vor Ort erhöht“, so Glauber.
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