Glaukomforschung: HHU-Forscher mit Innovationspreis NRW ausgezeichnet10. September 2025 Preisträger der Innovationspreise NRW 2025 mit Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. Von der HHU wurden Holger Stark (l.) und Lutz Schmitt (r.) ausgezeichnet; letzterer erhielt den Preis zusammen mit Christian Schwarz (2.v.r.). Foto: © MWIKE NRW/A. Bowinkelmann Der Pharmazeut Prof. Holger Stark von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wurde für die Entwicklung einer neuen Wirkstoffklasse zur Therapie des Glaukoms mit dem Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgezeichnet. Die zunehmende Alterung der Gesellschaft bringt viele gesundheitliche Herausforderungen mit sich. Dazu gehört auch, dass erhöhter Augeninnendruck vermehrt auftritt, der den Sehnerv teilweise irreversibel schädigen kann. Allein in Deutschland leiden etwa 800.000 Menschen an einem Glaukom, das unbehandelt bis zur Erblindung führen kann. Neuer Wirkstoff vereint zwei Wirkkomponenten Stark, vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie und sein Team forschen schon lange an neuen Behandlungsmethoden beim Glaukom. Ausgezeichnet wurde er nun mit dem Innovationspreis NRW in der Kategorie „innovation“ für die Entwicklung eines neuen Wirkstoffes, der zwei Wirkkomponenten vereint: Das bereits etablierte Target Carboanhydrase wird in einem Molekül mit einem neuartigen Histamin-H3-Rezeptor-Effekt kombiniert, der einen neuroprotektiven Augeneffekt hat. Dazu Stark: „Uns ist es gelungen ist, die etablierte Wirkweise der Carboanhydrase mit der Schutzwirkung des Histamin-H3-Rezeptor-Liganden zu verbinden. So kann künftig das häufig unter- oder falschversorgte Glaukom deutlich besser behandelt werden, was mehr Schutz vor Erblindung oder anderen Spätfolgen bietet.“ Neubaur: „Hoher Anwendungswert“ Eine zweite Auszeichnung für einen HHU-Forscher ging an Prof. Lutz Schmitt vom Institut für Biochemie . Er war an der Ausgründung des Unternehmens Numaferm GmbH beteiligt, das auf gemeinsamen Forschungsarbeiten von Prof. Schmitt und dem HHU-Alumnus Dr. Christian Schwarz basiert. Die Preise wurden am 8. September von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur im feierlichen Rahmen in Düsseldorf übergeben. HHU-Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck beglückwünschte beide Forscher: „Prof. Stark und Prof. Schmitt haben in ihren Bereichen hervorragende Forschungsarbeiten geleistet, die nicht nur eine große wissenschaftliche Bedeutung haben, sondern auch einen hohen Anwendungswert besitzen. Es macht mich besonders stolz, dass gleich zwei der renommierten Innovationspreise des Landes Nordrhein-Westfalen an unsere Universität gehen. Dies zeigt, dass an der HHU der Transfer von der Forschung in die Praxis gelingt.“
Mehr erfahren zu: "Digitalisierungspläne: BVA kritisiert Referentenentwurf des GeDIG" Digitalisierungspläne: BVA kritisiert Referentenentwurf des GeDIG Im Hinblick auf den Referentenentwurf des Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) warnt der Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands (BVA) vor Untergrabung der Autonomie der Ärzte.
Mehr erfahren zu: "Boehringer Ingelheim stoppt Investitionen in Deutschland" Boehringer Ingelheim stoppt Investitionen in Deutschland 900 Millionen Euro, die eigentlich für hiesige Standorte des Pharma-Konzerns Boehringer Ingelheim vorgesehen waren, werden nun in anderen Weltregionen investiert. Der Unternehmenschef wählt klare Worte.
Mehr erfahren zu: "KI: Neuer Trainingsansatz stärkt künstliche Sehsysteme" KI: Neuer Trainingsansatz stärkt künstliche Sehsysteme Künstliche Intelligenz (KI) wird immer größer, datenhungriger und rechenintensiver. Doch eine neue Studie der Universität Osnabrück zeigt: Für robustes Sehen ist größer nicht immer besser. Entscheidend kann vielmehr sein, wie […]