Gleichgewicht, Hören und Sehen: Neues aus der Sinnesforschung zu Bändersynapsen8. September 2017 Akustische Signale werden von Haarsinneszellen (magenta) im Innenohr abgenommen und die Schallinformation über Bändersynapsen an die Fortsätze von Nervenzellen (grün) zum Gehirn weitergeleitet. Foto: © Christian Vogl, Institut für Auditorische Neurowissenschaften, UMG „Ribbon Synapses Symposium“ in Göttingen: Internationale Experten tauschen sich über die Funktion der genauesten Schaltstellen unseres Nervensystems aus. Das Symposium bringt internationale Seh- und Hörforscher zusammen. Gleichgewicht, Hören, Sehen – bei all diesen Funktionen kommt es darauf an, Sinnesinformationen möglichst schnell, präzise und zuverlässig weiterzuleiten. Dazu verfügen Sinneszellen in der Netzhaut des Auges und im Innenohr über ganz besondere Kontaktstellen zu nachgeschalteten Nervenzellen, die Bändersynapsen (englisch: „Ribbon Synapses“). Sie vermitteln den Informationsfluss der Sinne. Defekte dieser Kontaktstellen führen zu Sinnesbehinderungen, wie Schwerhörigkeit, Nachtblindheit oder gar Taubheit oder Blindheit. Welche molekularen Mechanismen der Geschwindigkeit und Präzision der Bändersynapsen zu Grunde liegen, wird weltweit intensiv untersucht. Rund hundert Biologen, Mediziner und Physiker treffen sich seit dem Jahr 2005 zum bereits siebten Mal in Göttingen zum „Ribbon Synapses Symposium“, um ihre Forschungsergebnisse über Bändersynapsen auszutauschen. Das Symposium bringt internationale Seh- und Hörforscher zusammen. Sie alle arbeiten die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Bändersynapsen von Auge und Ohr heraus und lernen und von der Forschung am jeweilig anderen System. Das Ribbon Synapses Symposium 2017 findet statt von Montag, den 11. September 2107, bis Dienstag, den 12. September 2017, im Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen. Veranstalter sind der Göttinger Sonderforschungsbereich SFB 889 „Zelluläre Mechanismen der sensorischen Verarbeitung“ der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Sonderforschungsbereich SFB 894 „Ca2+-Signale: Molekulare Mechanismen und Integrative Funktionen” der Universität des Saarlands in Kooperation mit weiteren Forschungsverbünden. Als Fortbildungsveranstaltung der Ärztekammer Niedersachsen bietet die Tagung außerdem dem interessierten Augen- oder Ohrenarzt Einblicke in den gegenwärtigen Stand der Forschung. Die wissenschaftliche Leitung des Symposiums haben Dr. Benjamin Cooper (Max Planck Institut für experimentelle Medizin, Göttingen), Ruth Heidelberger, M.D., Ph.D. (Universität Texas, USA), Prof. Dr. Frank Schmitz (Universität des Saarlandes, Homburg), Dr. Joshua Singer (Universität Maryland, USA) sowie Dr. Chad Grabner, Dr. Christian Vogl und Prof. Dr. Carolin Wichmann (Institut für Auditorische Neurowissenschaften der UMG). Die Tagung wird durch Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (SFB 889 Göttingen, SFB 894, Universität des Saarlands Homburg, CNMPB Göttingen und Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften, Biophysik und Molekulare Biowissenschaften (GGNB), die Universitätsmedizin Göttingen und die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt. Im Nachgang der Tagung findet am Mittwoch, dem 13. September 2017, für den wissenschaftlichen Nachwuchs der hochkarätig besetzte Kurs „Fundamental Principles of Sensory Processing“ des Doktoranden-Programms „Sensory and Motor Neuroscience“ der GGNB statt.
Mehr erfahren zu: "Inhalative Bedarfstherapie: Übermäßiger Gebrauch erhöht Herzinfarktrisiko bei Asthma und COPD" Inhalative Bedarfstherapie: Übermäßiger Gebrauch erhöht Herzinfarktrisiko bei Asthma und COPD Laut einer neuen Studie ist eine zu intensive Nutzung inhalativer Bedarfsmedikamente bei Patienten mit Asthma oder Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert.
Mehr erfahren zu: "BÄK legt Strategiepapier zur Resilienz des Gesundheitswesens vor" BÄK legt Strategiepapier zur Resilienz des Gesundheitswesens vor „Krisen, Kriege und Umweltkatastrophen zeigen: Unser Gesundheitssystem muss deutlich widerstandsfähiger werden“ betonte der BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt mit Blick auf ein Strategiepapier zur Resilienz des Gesundheitswesens.
Mehr erfahren zu: "PANTIPA-Projekt entwickelt Antikörper gegen Pseudomonas aeruginosa" PANTIPA-Projekt entwickelt Antikörper gegen Pseudomonas aeruginosa Das DZIF-Projekt PANTIPA hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Nach erfolgreichen präklinischen Arbeiten startet nun die Entwicklung und GMP-konforme Herstellung eines monoklonalen Antikörpers gegen Pseudomonas aeruginosa.