Global Fatty Liver Day: WHO setzt größte Lebererkrankung auf die globale Gesundheitsagenda 

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Am Global Fatty Liver Day (11. Juni), der weltweit vom Global Liver Institute koordiniert wird, klären Organisationen unter dem Motto „Act Now“ über Gefahren, Prävention und Behandlung steatotischer Erkrankungen der Leber auf.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden bereits 1,7 Milliarden Menschen weltweit an einer steatotischen Lebererkrankung. Nun hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Thema erstmals in ihre globale Strategie gegen nichtübertragbare Krankheiten aufgenommen. Im Mai 2026 verabschiedete die WHO auf der Weltgesundheitsversammlung eine wegweisende Resolution zu solchen Erkrankungen der Leber.

Die WHO-Strategie gegen nichtübertragbare Krankheiten konzentrierte sich in den vergangenen zehn Jahren vor allem auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen. Mit der neuen Resolution erweitert die Weltgesundheitsversammlung diese Agenda erstmals ausdrücklich um das Thema Lebergesundheit.

Internationale Fachgesellschaften wie die European Association for the Study of the Liver (EASL), Patientenorganisationen und Gesundheitsexperten bewerten diesen Beschluss als historischen Schritt. Das Global Liver Institute sprach von einem „Meilenstein für die globale Gesundheitspolitik“, der das Ergebnis jahrelanger internationaler Zusammenarbeit und Aufklärungsarbeit ist. 

Forderung: Gesundheit der Leber in Strategien gegen nicht übertragbare Krankheiten integrieren

Die WHO fordert ihre Mitgliedstaaten in der Resolution auf, Lebergesundheit künftig als festen Bestandteil der Strategien gegen nichtübertragbare Krankheiten zu verankern. Vorsorge, Früherkennung, Versorgung sowie Forschung auf dem Gebiet steatotischer Erkrankungen der Leber sollten deutlich ausgebaut werden. 

„Dieser Erfolg ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was durch globale Zusammenarbeit erreicht werden kann“, sagte Giacomo Donnini, Programmdirektor des Global Liver Institute. „Patienten, Forschende, Ärzte, politische Entscheidungsträger sowie Vertreter der Industrie haben sich mit einem gemeinsamen Ziel zusammengeschlossen: sicherzustellen, dass die steatotische Lebererkrankung weltweit die Aufmerksamkeit erhält, die ihr zusteht.“ 

Für Menschen mit solchen Erkrankungen der Leber weltweit bedeutet die Entscheidung vor allem laut der Deutschen Leberhilfe eines: mehr Aufmerksamkeit für eine häufig unterschätzte Erkrankung. Experten gehen davon aus, dass viele Betroffene bislang unerkannt bleiben, da die Erkrankung oft über Jahre keine Beschwerden verursacht.