Globale Analyse zeigt hohe Last an ernährungsbedingtem Eisenmangel2. Dezember 2025 © Andreas Berheide – stock.adobe.com (Symbolbild) Ernährungsbedingter Eisenmangel betrifft weltweit 16,7 Prozent der Bevölkerung. Besonders gefährdet sind Frauen, Kinder und Menschen in Ländern mit niedrigem soziodemografischem Index. Mit der globalen Last an ernährungsbedingtem Eisenmangel haben sich Wissenschaftler um Sooji Lee vom Kyung Hee University College of Medicine in Seoul befasst. Dabei konzentrierten sie sich auf Fälle, in denen eine unzureichende Eisenaufnahme über die Nahrung zu klinischen Manifestationen wie Anämie führt. Zu diesem Zweck analysierte das Team Daten aus der Global Burden of Diseases, Injuries, and Risk Factors Study (GBD) 2021, um die Prävalenz von ernährungsbedingtem Eisenmangel und die behinderungsbereinigten Lebensjahre (DALYs) zu schätzen, stratifiziert nach Alter, Geschlecht, Geografie und soziodemografischem Index (SDI) in 204 Ländern. Die Ergebnisse belegen, dass ernährungsbedingter Eisenmangel trotz globaler Verbesserungen mit einer weltweiten Prävalenz von 16,7 Prozent ein großes Gesundheitsproblem bleibt und insbesondere Frauen, Kinder und Einwohner von Ländern mit niedrigem SDI betrifft. Dringende Interventionen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, Maßnahmen zur Ernährungssicherheit und Anreicherungsinitiativen seien unerlässlich, mahnen die Autoren an. Laut ihrer Analyse lagen im Jahr 2021 die globale altersstandardisierte Prävalenz und die DALY-Raten bei 16.434,4 (95%-Unsicherheitsintervall [UI] 16.186,2–16.689,0) bzw. 423,7 (95%-UI 285,3–610,8) pro 100.000 Einwohner, wobei die Raten von 1990–2021 um 9,8 Prozent (95%-UI 8,1–11,3) bzw. 18,2 Prozent (95%-UI 15,4–21,1) zurückgingen. Bei weiblichen Personen (altersstandardisierte Prävalenz 21.334,8 [95%-UI 20.984,8–21.697,4]; DALYs, 598,0 [95%-UI 402,6–854,4]) wurde eine höhere Last beobachtet als bei männlichen Personen (altersstandardisierte Prävalenz 11.684,7 [95 %-UI 11.374,6–12.008,8]; DALYs: 253,0 [95%-UI 167,3–371,0]). Länder mit hohem SDI zeigten eine größere Verbesserung, bei einer Reduktion von 25,7 Prozent im Vergleich zu 11,5 Prozent in Ländern mit niedrigem SDI. (sf)
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