GOÄ: Bundesärztekammer und PKV wenden sich gemeinsam an Lauterbach

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Die Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben in einer gemeinsamen Erklärung Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (SPD) aufgefordert, die Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) umzusetzen.

BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt und der Direktor des PKV-Verbandes, Dr. Florian Reuther, erinnern daran, dass beide Organsisationen zusammen mit der Beihilfe “in jahrelanger intensiver und vertrauensvoller Zusammenarbeit” den gemeinsamen Entwurf für eine GOÄ-Reform weitgehend fertiggestellt hätten. “Wir bereiten derzeit eine Testphase der neuen GOÄ für den Echtbetrieb vor. Auf deren Grundlage wird dann die endgültige Einigung erfolgen. Das rechtliche Regelwerk ist bereits komplett fertiggestellt und konsentiert”, betonen sie.

Unter Einbeziehung von 165 ärztlichen Berufsverbänden und wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften seien die Leistungsbeschreibungen erarbeitet worden; damit sei der aktuelle Stand der modernen Medizin in insgesamt rund 5600 Ziffern präzise definiert. Wie es weiter in der Erklärung heißt, laufen die Verhandlungen über die Preise derzeit intensiv. “Nun geht es darum, die Auswirkungen auf die Ärztinnen und Ärzte und die Versicherten abzusichern. Wir sind uns einig, diese Restarbeiten in der bewährten Gemeinsamkeit sorgfältig und schnell zu beenden”, so Reinhardt und Reuther.

“Wir fordern den Bundesgesundheitsminister auf, diesen Konsens der Beteiligten umzusetzen. Der gemeinsam von Ärzteschaft sowie PKV und Beihilfe entwickelte Vorschlag garantiert eine rasche Integration zukünftiger medizinischer Innovationen und stärkt die ‘sprechende Medizin’, also die persönliche Zuwendung der Ärztinnen und Ärzte zu ihren Patientinnen und Patienten”, heben die beiden Chefs abschließend hervor.

(BÄK, PKV / ms)