GPR107-Mangel steht im Zusammenhang mit Nierenschäden bei Diabetes25. Februar 2025 Foto: © magicmine/stock.adobe.com Forscher haben herausgefunden, dass das Protein GPR107 eine schützende Rolle in den Nieren von Personen mit diabetischer Nephropathie (DN) spielt. DN ist weltweit eine der Hauptursachen für Nierenversagen. Ein Kennzeichen von DN ist die Verdickung der glomerulären Basalmembran (GBM) aufgrund der abnormalen Ansammlung von Collagen IV (COL4). Diese Studie zeigt, dass das Protein GPR107 für die Aufrechterhaltung des richtigen Gleichgewichts von COL4 in den Podozyten unerlässlich ist. Die Ergebnisse, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Molecular Biomedicine“ veröffentlicht wurden, bieten nach Angaben der Forscher neue Einblicke in die Mechanismen hinter DN und legen GPR107 als potenzielles therapeutisches Ziel für diese schwächende Krankheit nahe. Sschädliche COL4-Akkumulation beobachtet Die Forscher identifizierten GPR107 als einen wichtigen Regulator des COL4-Spiegels in der Niere und fanden heraus, dass ein reduzierter GPR107-Spiegel in diabetischen Nieren zu einer schädlichen COL4-Akkumulation beiträgt, was zu einer Verdickung der GBM und Nierenschäden führt. Sie entdeckten, dass GPR107 die Internalisierung des Angiotensin-II-Rezeptors Typ 1 (AT1R) in Podozyten durch Clathrin-vermittelte Endozytose erleichtert. In diabetischen Nieren beeinträchtigt der Verlust von GPR107 diese Internalisierung, was zu einer erhöhten AT1R-Signalisierung führt, die eine Kaskade auslöst, die die COL4-Produktion fördert und seinen Abbau hemmt. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehören: Deutlich niedrigere GPR107-Werte im Nierengewebe sowohl von menschlichen DN-Patienten als auch von Mäusen mit Streptozocin (STZ)-induzierter DN (ein Modell für diabetische Nephropathie). Mäuse ohne GPR107 entwickelten nach der Induktion mit STZ schwerere Nierenschäden. In Laborstudien führte ein GPR107-Mangel in Podozyten, die hohen Glukosewerten ausgesetzt waren, zu einer übermäßigen COL4-Akkumulation. Die Rolle von GPR107 bei der Internalisierung von AT1R und der Regulierung nachgelagerter Signalwege, die die Produktion und den Abbau von COL4 steuern. Weitere Forschungen geplant Das Forschungsteam konzentriert sich nach eigenen Angaben nun auf die Erforschung potenzieller Arzneimittelkandidaten, die die GPR107-Aktivität modulieren können, und untersucht weiter die Rolle von GPR107 in anderen Aspekten der Nierengesundheit.
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