Günstige Trends in allen Ländern: Prognosen zur Krebsmortalität in Europa für das Jahr 2025 mit Schwerpunkt Mammakarzinom4. Juni 2025 Foto: © sezerozger/stock.adobe.com Wissenschaftler um Claudia Santucci von der Università degli Studi di Milano, Italien, haben die Anzahl der Krebstodesfälle und -raten für das Jahr 2025 in der Europäischen Union (EU), ihren fünf bevölkerungsreichsten Ländern und Großbritannien prognostiziert und sich dabei auf Brustkrebs konzentriert. Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass die Raten der Brustkrebsmortalität (lt. Abstract Brustkrebs, Anm. d. Red.) in der EU seit 1990 dank Fortschritten in Prävention, Therapie und Früherkennung um 30 Prozent gesunken sind. Für seine Studie hatte das Team Bevölkerungsdaten und Sterbeurkunden für alle Krebserkrankungen und wichtige Typen seit 1970 für die EU, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien aus den Datenbanken der Weltgesundheitsorganisation und der Vereinten Nationen abgeleitet. Die Schätzungen für 2025 berechneten Santucci et al. per linearer Regression auf Grundlage der jüngsten Trends, die mittels Poisson-Joinpoint-Regression ermittelt wurden. Dabei berücksichtigten sie die Steigung des jüngsten Trendsegments. Die von 1989–2025 vermiedenen Todesfälle berechneten sie, indem sie die Spitzenrate von 1988 auf nachfolgende Bevölkerungsdaten anwandten. Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, schätzte das Team 1.280.000 Krebstodesfälle in der EU im Jahr 2025, was altersstandardisierten Raten (ASRs) von 120,9/100.000 Männern (-3,5 % gegenüber 2020) und 79,1/100.000 Frauen (-1,2 %) entspricht. Im Vereinigten Königreich prognostizierten die Wissenschaftler 173.000 Krebstodesfälle und ASRs von 101,2/100.000 Männern (-10,1 %) und 82,1/100.000 Frauen (-6,3 %). Generell würden in der EU günstige Trends für schwere Neoplasien prognostiziert, so die Autoren. Die schwerpunktmäßig untersuchte Brustkrebsmortalität zeigte in allen Ländern günstige Trends. Für EU-Frauen im Alter von 50–69 (-9,8 %) sowie 70–79 Jahren (-12,4 %) wurden erhebliche Rückgänge prognostiziert. Das Autorenteam schätzt für den Zeitraum 1989–2025, dass in der EU etwa 6,8 Mio. Krebstodesfälle verhindert werden konnten, darunter mehr als 373.000 Brustkrebstodesfälle. Die entsprechenden Zahlen für Großbritannien lagen bei 1.500.000 bzw. 197.000. (sf)
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