Regelmäßige Mammographie senkt Sterberisiko bei Brustkrebs um 25 Prozent11. März 2026 Symbolbild Mammographie-Screening © Valerii Apetroaiei/stock.adobe.com Die regelmäßige Teilnahme an der Brustkrebsfrüherkennung ist besonders wirksam. Bei Frauen, die alle zwei Jahre im Mammographie-Screening-Programm untersucht werden, ist die Rate kleiner und prognostisch günstiger Karzinome besonders hoch, was zu einer Verringerung des Sterberisikos führt. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht für das deutsche Mammographie-Screening-Programm. Von den rund 15.000 invasiven Karzinomen sind 80 Prozent kleiner oder maximal 20 Millimeter groß und 82 Prozent haben die Lymphknoten noch nicht befallen. Als Brustkrebs mit ungünstiger Prognose gelten Karzinome größer als 20 Millimeter und mit Lymphknotenbefall. Der Anteil bei regulärer Teilnahme liegt bei 19,6 Prozent deutlich niedriger als bei nicht regelmäßiger Teilnahme (25,4 Prozent). Bei den erstmals teilnehmenden Frauen wurde bei 8,7 von 1000 Untersuchten Brustkrebs entdeckt, bei den wiederholt teilnehmenden Frauen sind es 5,8. Rund 3,1 Millionen Frauen wurden untersucht, was einer Teilnahmerate von 52 % entspricht. Teilnahme senkt Sterberisiko an Brustkrebs Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jede achte Frau in Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Für 18.500 Frauen pro Jahr endet die Erkrankung tödlich. Rund 25 Prozent der Brustkrebstodesfälle lassen sich durch das Mammographie-Screening-Programm vermeiden. Das hat eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie gezeigt. Demnach wird jeder 4. Todesfall bei teilnehmenden Frauen gegenüber den Nicht-Teilnehmerinnen verhindert. Frauen zwischen 50 und 75 Jahren haben Anspruch Das deutsche Mammographie-Screening-Programm ist das größte qualitätsgesicherte, bevölkerungsweite Brustkrebsfrüherkennungsprogramm Europas. Rund 14,5 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren haben Anspruch auf die kostenlose Früherkennungsuntersuchung. Mit der Zweiten Verordnung zur Änderung der Brustkrebsfrüherkennungs-Verordnung am 5. März 2026 wurde die rechtliche Voraussetzung für eine Mammographie auch für Frauen zwischen 45 und 49 Jahren geschaffen. Eine Kosten-Übernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung für Frauen zwischen 45 und 49 Jahren ist jedoch erst nach einem entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) möglich. Nach Inkrafttreten der Verordnung des Bundesumweltministeriums hat der G-BA maximal 18 Monate Zeit, über eine Absenkung der unteren Altersgrenze im Mammographie-Screening auf 45 Jahre auch in seiner Krebsfrüherkennungs-Richtlinie zu entscheiden. Sollten Frauen im Alter zwischen 45 und 49 Jahren dann einen Anspruch auf eine Untersuchung im Mammographie-Screening-Programm haben, werden rund 1,2 Millionen Frauen pro Jahr zusätzlich anspruchsberechtigt sein. Außerdem interessant zum Thema Brustkrebs: Brustkrebs: Spiegeln Flüssigbiopsien die Tumorheterogenität wider? Positionspapier zur Ambulantisierung der Brustkrebsoperation
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