Gynäkologin des UKSH hat Julius-Springer-Preis erhalten3. Januar 2023 Dr. Anna Maria Westermann, Gynäkologin an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des UKSH, Campus Kiel. © Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Dr. Anna Maria Westermann, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Direktor: Prof. Dr. Nicolai Maass) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ist mit dem diesjährigen Julius-Springer-Preis für Gynäkologie ausgezeichnet worden. Alle zwei Jahre zeichnet der Springer Medizin Verlag den besten Fortbildungsbeitrag aus, der in den Publikationen „Die Gynäkologie“ oder auch in „Gynäkologische Endokrinologie“ in den vorangegangen zwei Publikationsjahren erschienen ist. Den Preis erhält die Kieler Expertin für ihre Arbeit über Infektionen von Uterus und Adnexe, die in der Fachzeitschrift „Die Gynäkologie 1-2021“ (vorm. Der Gynäkologe) erschienen ist. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Die prämierte Arbeit beschäftigt sich mit Infektionen von Uterus und Adnexe (Eierstock und Eileiter), die zumeist mit Unterbauchschmerzen, Fieber und Blutungsstörungen einhergehen. Als konservative Behandlung werden Antibiotika herangezogen, alternativ kann eine operative Therapie nötig werden. Ohne entsprechende Therapie besteht für die Patientinnen das Risiko von chronischen Unterbauchschmerzen, Infertilität und ein erhöhtes Risiko einer ektopen Schwangerschaft. Davon spricht man, wenn das befruchtete Ei die Gebärmutter nicht erreicht. „Im Fortbildungsbeitrag beschreibt die Preisträgerin in vorbildlicher Weise die Formen und Merkmale sämtlicher auftretender Symptome und geht auf […] Folgen einer unzureichenden Therapie ein“, hieß es bei der Preisvergabe. Westermann hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studiert und im Jahr 2015 approbiert. Im selben Jahr hat sie ihre Promotion zum Dr. med. erlangt. Für ihre Arbeit zum Thema „Serum microRNAs as biomarkers in patients undergoing prostate biopsy: results from a prospective multi-center study“ hat sie die Doktorwürde ‚cum magna laude‘ verliehen bekommen. Es schlossen sich ein Philosophiestudium und ein berufsbegleitendes Masterstudium im Bereich Medizinethik an. Ihren Fachärztinnenabschluss für Gynäkologie und Geburtshilfe absolvierte Westermann erfolgreich in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am UKSH, Campus Kiel, mit Tätigkeitsschwerpunkt Dysplasie.
Mehr erfahren zu: "Die Rate der Infertilität durch Endometriose sinkt, aber Fallzahlen steigen weiter" Die Rate der Infertilität durch Endometriose sinkt, aber Fallzahlen steigen weiter Die altersstandardisierte Rate der Infertilität durch Endometriose ist weltweit seit 1990 deutlich gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der betroffenen Frauen um 9,1 Prozent auf 1,19 Millionen.
Mehr erfahren zu: "Kassenärzte: Dringende Facharzttermine schneller möglich" Kassenärzte: Dringende Facharzttermine schneller möglich Die von der SPD geforderte Termingarantie beim Facharzt lehnen die Kassenärzte ab – sie stellen aber schnellere Termine in Aussicht, wenn es wirklich brennt. Ist das ein möglicher Kompromiss?
Mehr erfahren zu: "Postpartale Hypertonie: Modifizierbare Faktoren relevanter als genetisch bestimmtes Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Postpartale Hypertonie: Modifizierbare Faktoren relevanter als genetisch bestimmtes Risiko Eine kürzlich publizierte Kohortenstudie verdeutlicht, dass die Gene einen relevanten Beitrag zur Entwicklung eines Bluthochdrucks zwei bis sieben Jahre nach einer Schwangerschaft spielen – wenn auch einen deutlich geringeren als klinische […]