Habilitationsprojekt zur Kontrolle einer Virushepatitis durch Killerzellen28. Januar 2019 Maike Hofmann. (Foto: © Klaus Polkowski) Die Freiburger Molekularmedizinerin Dr. Maike Hofmann wird im „Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen“ gefördert. Die Forscherin wird in den nächsten fünf Jahren ein eigenes Projekt aufbauen und darüber ihre Habilitation anfertigen. Dafür stellt ihr das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg insgesamt 360.000 Euro zur Verfügung. Ziel des Programms ist, junge Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur zu unterstützen. In ihrem Habilitationsprojekt erforscht Hofmann, wie Killerzellen des menschlichen Immunsystems eine Virushepatitis kontrollieren. Bei diesen Zellen handelt es sich um eine Gruppe der weißen Blutkörperchen, die zellschädigende Eigenschaften haben. Sie übernehmen eine zentrale Funktion bei der Kontrolle von Infektionen mit Hepatitisviren. Diese Form der Hepatitis stellt mit 300 Millionen Erkrankten ein globales Gesundheitsproblem dar. Die Killerzellen, die auch als zytotoxische Lymphozyten bezeichnet werden, spielen eine zentrale Rolle in der Immunantwort auf die Hepatitisviren und Leberkrebszellen. Hierfür passen sich die Killerzellen funktionell an die Virusinfektion, den Krebs und die Leber an. Dies verhindert zwar eine Schädigung der Leber. Jedoch können dadurch die Hepatitisviren und der Leberkrebs nicht effizient durch das Immunsystem zerstört werden. Ein tieferes Verständnis der Anpassungsfähigkeit der Killerzellen soll dazu beitragen, dass neue therapeutische Ansatzpunkte und diagnostische Biomarker bei der chronischen Virushepatitis und beim Leberkrebs gefunden werden.
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