Hautkrebsprävention: Klimawandel erfordert Anpassungsstrategien in Kitas11. Mai 2023 Foto: Zehn Prozent aller Kitas in Deutschland haben die Projekt-Versandtasche „Clever in Sonne und Schatten“ bereits bestellt. © Deutsche Krebshilfe – NCT/UCC, 2022 Um Hautkrebs langfristig vorzubeugen, müssen insbesondere Kinder vor UV-Strahlen geschützt werden. Für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas ist dies eine Herausforderung, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Das bundesweite Projekt „Clever in Sonne und Schatten“ der Deutschen Krebshilfe unterstützt Einrichtungen dabei, eine angepasste Sonnenschutzstrategie zu entwickeln. Folgen des Klimawandels in Deutschland sind mehr Sonnenscheinstunden und höhere Temperaturen. Der vergangene Sommer gehört laut Deutschem Wetterdienst mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von fast 820 Stunden zu den sonnenreichsten seit 1881. Zudem zählen die Jahre 2022, 2020, 2019 und 2018 zu den wärmsten seit Wetteraufzeichnungsbeginn. „Der Klimawandel ist auch für die Krebsprävention relevant“, betont Prof. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP). Um Hautkrebs aktiv vorzubeugen werde richtiger UV-Schutz immer bedeutender. Belastung durch Hitze und UV-Strahlung Mehr als 4.000 pädagogische Fachkräfte nahmen Ende 2022 an der Online-Umfrage „Klimawandel und Gesundheit“ des Präventionszentrums am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden/Universitäts KrebsCentrum (NCT/UCC) teil. „In den letzten Jahren fühlten sich 71 Prozent der Befragten durch Hitze und 43 Prozent durch UV-Strahlung in ihrem Arbeitsalltag stark oder sehr stark belastet und nahmen vergleichbares auch bei ihren Kita-Kindern wahr“, berichtet Dr. Nadja Knauthe, Co-Leiterin des Präventionszentrums. „Auch Kitas müssen sich daher gegen die Folgen des Klimawandels wappnen. Ausreichend personelle Kapazitäten, finanzielle Mittel für bauliche Hitze- und UV-Schutzmaßnahmen, Aus- und Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte sowie das Programm ,Clever in Sonne und Schatten‘ sind hierbei wichtige Ansätze.“ Präventionsprogramm fördert Gesundheit der Kinder Kinder sowie Erzieherinnen und Erzieher in ihrer Lebenswelt frühzeitig für richtigen UV-Schutz zu sensibilisieren und mit der Kita eine Umgebung zu schaffen, die sie ausreichend vor UV-Strahlung schützt, sind die Ziele des Präventionsprogramms „Clever in Sonne und Schatten für Kitas“. Entwickelt wurde es vom NCT/UCC Dresden und finanziell unterstützt durch die Deutsche Krebshilfe und die Bahn-Betriebskrankenkasse (BAHN-BKK). „Gesunde Lebensbedingungen sind wichtige Voraussetzungen für ein gesundes Aufwachsen, Leben und Älterwerden“, sagt Hanka Knoche, Vorstand der BAHN-BKK. „Mit diesem innovativen und bedarfsgerechten Projekt fördern wir die Gesundheit der Kinder direkt in ihrer Lebenswelt.“ Seit 2018 ist die BAHN-BKK Partnerin von „Clever in Sonne und Schatten“. Zehn Prozent aller Kitas in Deutschland haben die Projekt-Versandtasche bereits bestellt. Über 450 Einrichtungen wurden nach erfolgreicher Durchführung von den Initiatoren und Unterstützern ausgezeichnet. „Wir freuen uns, dass ,Clever in Sonne und Schatten‘ so gut angenommen und umgesetzt wird“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Sonnenschutz muss bei den Klimaanpassungsstrategien zwingend mitgedacht werden – in Kitas ebenso wie in allen anderen Lebenswelten, in denen Menschen leben und arbeiten.“ „Clever in Sonne und Schatten“ adressiert seine UV-Schutzbotschaften modular aufgebaut an Kitas, Grund- und weiterführende sowie berufliche Schulen, Sportvereine und Arztpraxen. Umfassende Informationen und Materialien stehen unter www.cleverinsonne.de/kita bereit.
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