Hepatologische Forschungsvernetzung durch zwei Stipendien der Deutschen Leberstiftung gefördert5. Juli 2023 Vernetzungs-Stipendium der Deutschen Leberstiftung 2023 – Urkundenverleihung auf dem 19. HepNet Symposium (v. l. n. r.): Dr. Niklas Heucke, Margaret Tulessin (Quelle: © Deutsche Leberstiftung) Dr. Niklas Heucke vom Universitätsklinikum Magdeburg und Margaret Tulessin von der Technischen Universität München erhalten in diesem Jahr das Vernetzungs-Stipendium der Deutschen Leberstiftung. Die Deutsche Leberstiftung unterstützt mit ihrem Vernetzungs-Stipendium den wissenschaftlichen Austausch zwischen Forschenden sowie zwischen hepatologischen Forschungseinrichtungen. In diesem Jahr beschloss das Gutachterkomitee die Förderung von zwei Projekten. Unterstützt werden damit ein Forschungsvorhaben zum intrahepatischen Gallengangskarzinom und ein Projekt zur Untersuchung der Veränderungen von Lebergewebe durch chronische Virushepatitis. Heucke hatte sich mit dem Projekt „Charakterisierung des zellulären Expressionsmusters von Gallensäure-Rezeptoren im intrahepatischen cholangiozellulären Karzinom“ für einen Forschungsaufenthalt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin beworben, Tulessin mit dem Projekt „Charakterisierung von vaskulären Umbauvorgängen in Lebergewebe mit chronischer Virushepatitis“ für einen Forschungsaufenthalt im Universitätsklinikum Freiburg. „Herr Dr. Heucke wird mit der Technik der Multiplex-Immunfluoreszenzfärbung die Expression von verschiedenen Gallensäurerezeptoren in humanen Gewebeproben von intrahepatischen Gallengangskarzinomen untersuchen”, erläutert Prof. Uta Merle (Heidelberg) aus dem Gutachterkomitee. „Dies ist ein spannendes und klinisch relevantes translationales Forschungsprojekt, welches zum Ziel hat, die gewonnenen Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Therapiestrategien anzuwenden. Frau Tulessin wird in ihrem Projekt detailliert gewebebasiert die zonale Lokalisation und das Ausmaß vaskulärer Veränderungen in Abhängigkeit des viralen Hepatitis-Genotyps, der Entzündungsaktivität und der Fibrose untersuchen. Mittels der geplanten Arbeiten soll ein grundlegendes Verständnis dafür generiert werden, wie und in welchem Ausmaß chronische virale Hepatitiden das Gefäßsystem der Leber verändern. Auch hier ist das übergeordnete Ziel, aus den Erkenntnissen therapeutische Optionen entwickeln zu können.“ Das Vernetzungs-Stipendium der Stiftung kann für die Durchführung eines zeitlich begrenzten klinischen oder grundlagenwissenschaftlichen Projektes in einer anderen als der eigenen Forschungseinrichtung genutzt werden. Es umfasst die Unterstützung für Reisekosten, Unterkunft vor Ort und gegebenenfalls Verbrauchsmittel in der gastgebenden Forschungseinrichtung. Die diesjährigen Vernetzungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung erhielten ihre Urkunden am 30. Juni 2023 auf dem 19. HepNet Symposium von Prof. Michael P. Manns, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Das Stipendium zur Forschungsvernetzung wird auch für das Jahr 2024 ausgeschrieben. Weitere Informationen unter: www.deutsche-leberstiftung.de/foerderung.
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