Herz- und Diabeteszentrum NRW erhält DGK-Zertifikat als Telemedizin-Zentrum3. April 2023 Team IFAT: (v.l.) Waldemar Winter, Katrin Holthusen, Kira Hasenohr, Annegret Meier-Nülle, Otto Wagner, Sabine Squarra, Iris Schellhase, Dr. Denise Guckel, Mustapha El Hamriti, Dr. Daniel Dumitrescu, Manuela Steinberg, Sabine Schöttker, Caroline Zwiefka. Foto: Tobias Pieper/HDZ NRW Das Institut für angewandte Telemedizin (IFAT) am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, erfüllt als eine von bisher nur drei Einrichtungen bundesweit sämtliche Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und ist damit jetzt offiziell von der Fachgesellschaft als Telemedizin-Zentrum zertifiziert. Als erstes, ausschließlich kardiologisch geführtes telemedizinisches Institut hat das IFAT bereits vor zwanzig Jahren am HDZ NRW seinen Betrieb aufgenommen. Das damals formulierte Ziel wird heute nahezu flächendeckend umgesetzt: Veränderungen bei der Herzleistung sollen durch engmaschiges, zu Hause durchgeführtes Monitoring frühzeitig erkannt und behandelt werden, um Folgeerkrankungen vorzubeugen und stationäre Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, die Lebensqualität zu verbessern und Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Seit Januar 2022 ist die telemedizinische Versorgung als vertragsärztliche Leistung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abgebildet und steht damit allen Betroffenen zur Verfügung. Behandelnde Hausarzt- oder Facharztpraxen können auf den Service eines zertifizierten Telemedizin-Zentrums (TMZ) zugreifen, ohne besondere Voraussetzungen erfüllen zu müssen. „Um unsererseits als kardiales TMZ die fachlichen Anforderungen für das Telemonitoring bei Herzpatienten zu erfüllen, müssen die Ärztinnen und Ärzte die Facharztbezeichnung Innere Medizin und Kardiologie führen und eine Genehmigung zur Durchführung von Rhythmusimplantat-Kontrollen nachweisen“, erläutert Prof. Philipp Sommer, Direktor der Klinik für Elektrophysiologie und Rhythmologie am HDZ NRW, der das IFAT gemeinsam mit Prof. Volker Rudolph (Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie) leitet und das Positionspapier zur Zertifizierung kardialer Telemedizin-Zentren (TMZ) gemeinsam mit weiteren Experten der DGK erarbeitet hat. Die Qualitätssicherungsvereinbarung der Fachgesellschaft regelt unter anderem auch die technischen Voraussetzungen und den Datenschutz für die eingesetzten Produkte und Geräte, die eine tägliche, vollständige Datenübertragung, einen Datenabruf sowie eine automatisierte patientenindividuelle Analyse sowie Warnmeldungen ermöglichen müssen. Das IFAT versorgt Patientinnen und Patienten in verschiedenen telemedizinischen Programmen in 24-Stunden-Bereitschaft mit Gewichts- und Blutdruckkontrollen bei einer chronischen Herzinsuffizienz (HerzConnect®-Programm) und in Fernüberwachung implantierter kardialer Aggregate (ICD, CRT-P, CRT-D). Auch die Kontrolle der Gerinnungshemmung mittels häuslicher INR-Messung gehört zum Leistungsumfang des IFAT. Außerdem können Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen jederzeit ein EKG zur ärztlichen Expertise übermitteln (RyhthmusConnect®-Programm). Die Daten werden via Tablet oder Smartphone an eine elektronische Patientenakte im IFAT geschickt. Dort werden sie von einer medizinischen Fachkraft vorausgewertet und von einem verantwortlichen Kardiologen beurteilt. Als telemedizinisches Zentrum informiert das IFAT in Abstimmung mit den Betroffenen auch die behandelnden Haus- und Fachärzte, damit Therapiemaßnahmen angepasst werden können. Neben der jüngst erhaltenen Anerkennung als kardiales Telemedizin-Zentrum stellt sich das Managementsystem des IFAT bereits seit vielen Jahren regelmäßig erfolgreich den Qualitätsprüfungen nach DIN ISO 9001:2015 (DQS).
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