Herzstiftung legt Jahresbericht 2021 vor1. August 2022 © Cover: DHS/Herz-Illustration: AdobeStock, AnaitSmi Trotz der COVID-19-Pandemie blickt die Herzstiftung auf ein erfolgreiches Jahr mit einer Vielzahl an Aktivitäten und Projekten zurück. So konnten etwa in der bundesweiten Aufklärungsaktion (Herzwochen) rund 500 Informationsveranstaltungen zur Volkskrankheit Bluthochdruck stattfinden. Mit dem Präventionsprogramm „Skipping Hearts – Seilspringen macht Schule“ für Grundschülerinnen und -schüler fanden bundesweit rund 1000 Workshops an Schulen statt. Die Herzstiftung förderte im Jahr 2021 etwa 80 Projekte, Stipendien und Wissenschaftspreise in der Herz-Kreislaufforschung. Rund zwölf Millionen Nutzerinnen und Nutzer besuchten 2021 die Website der Herzstiftung, um sich über Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu informieren. Mehr als 4 Millionen Euro für die Herzforschung Der Bedarf an Forschungsförderung und Hilfsangeboten für Herz-Kreislauf-Patienten wächst. Die Deutsche Herzstiftung stellte gemeinsam mit der von ihr 1988 gegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung ein Fördervolumen von insgesamt 4,15 Mio. Euro (2020: 3,36 Mio. Euro) für Wissenschaftsprojekte und Forschungsvorhaben in der Kardiologie, Kinderkardiologie und Herzchirurgie bereit und erhöhte damit erneut die Fördermittel. Darüber hinaus wurden im Jahr 2021 eine Vielzahl von patientennahen Forschungsvorhaben auf dem gesamten Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefördert. An ihrem Kurs des intensivierten Förderns der Herzforschung hält die Herzstiftung auch im laufenden Jahr 2022 fest und stellt eine Million Euro für innovative Forschungsprojekte zur Volkskrankheit Vorhofflimmern zur Verfügung, um den dringlichen Bedarf in der Forschung zur häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung zu unterstützen. Entwicklung stabil trotz Corona-Pandemie Die Förderung patientennaher Forschung und die umfangreiche Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung ist nur möglich dank der finanziellen Unterstützung ihrer Mitglieder, ihrer großzügigen Förderinnen und Förderer sowie aufgrund von Erbschaften und Vermächtnissen. Trotz der schwierigen Gesamtsituation konnte die Herzstiftung in 2021 ein gutes Finanzergebnis erreichen. Erträgen in Höhe von 15,98 Mio. Euro (2020: 16,84 Mio. Euro) standen Aufwendungen in Höhe von 13,47 Mio. Euro (2020: 11,96 Mio. Euro) gegenüber. Die Zahl der Mitglieder konnte mit 106.535 zum Jahresende 2021 auf einem stabilen Niveau gehalten werden (2020: 107.607). Deutsche Herzstiftung fordert Nationale Herz-Kreislauf-Strategie Mit Abstand sterben weiterhin die meisten Menschen – weit vor Krebserkrankungen – an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Angesichts der anhaltend hohen Sterblichkeit und Erkrankungshäufigkeit durch Herzkrankheiten in Deutschland ist eine nationale Strategie für eine bessere medizinische Versorgung und mehr innovative Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen dringend notwendig. Gemeinsam mit den herzmedizinischen Fachgesellschaften fordert die Herzstiftung daher eine Nationale Herz-Kreislauf-Strategie zur Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit und besseren Prognose für Herzpatienten. Als ersten Schritt dazu gründete die Herzstiftung 2021 auf Initiative der der ehemaligen Bundes-Patientenbeauftragten Prof. Claudia Schmidt und gemeinsam mit medizinischen Fachgesellschaften das Aktionsbündnis „Beherzt Handeln“, das einen Entwurf für eine Nationale Herz-Kreislauf-Strategie mit konkreten Vorschlägen ausarbeitete mit der Forderung an die Politik, diese in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung aufzunehmen
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