Hessen: Sperrzone nach Schweinepest-Fund ausgeweitet

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Wegen eines infizierten Wildschweins verschärft der Kreis Marburg-Biedenkopf die Maßnahmen. Die Jagdregeln in der Region werden angepasst. Außerdem gab es vor einigen Tagen einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen nur rund 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Nach dem Fund eines mit der ASP infizierten Wildschweins hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Sperrzone vergrößert. Betroffen von der ab Mittwoch geltenden Verfügung seien Gebiete in der Gemeinde Breidenbach und der Stadt Biedenkopf, teilte der Kreis mit. 

In der Sperrzone gelten insbesondere strengere Regeln bei der Jagd, zudem wird zu einer verstärkten Jagd auf Wildschweine aufgerufen. Das Virus wurde Anfang Mai im nordrhein-westfälischen Deuz gefunden, etwa 5,5 Kilometer von der hessischen Landesgrenze entfernt. 

Der erste Fall von Schweinepest in Hessen war am 15. Juni 2024 im Kreis Groß-Gerau nachgewiesen worden. Das Virus ist hoch ansteckend und für Schweine fast immer tödlich, für Menschen ist es ungefährlich.

21.000 Schweine gekeult: ASP in polnischem Betrieb ausgebrochen

Wie agrarheute berichtet, ist das ASP-Virus in Polen nahe der deutschen Grenze in einem Schweine haltenden Betrieb mit 21.390 Tieren in der Woiwodschaft Westpommern nachgewiesen worden. Die polnische Zentrale Veterinärinspektion bestätigte dies am 18. Mai. Der betroffene Betrieb liegt nur rund 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Deshalb sei auch in Deutschland weiter Vorsicht geboten.

Es handelt sich um den zweitgrößten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem polnischen schweinehaltenden Betrieb seit Beginn der Seuche, wie agrarheute berichtet. Insgesamt ist es der 571. infizierte Schweinebetrieb in Polen.

2025 gab es 18 ASP-Fälle in polnischen Schweinehaltungen

Im Jahr 2025 traf die ASP in Polen insgesamt 18 Schweinebetriebe unterschiedlicher Größe und Professionalität, so agrarheute. Auch bei den Wildschweinen bleibe die Lage angespannt. So meldeten die Behörden seit Jahresbeginn 2026 ASP-Fälle sowohl im Norden als auch im Osten Polens. Bis zum 20. Mai diesen Jahres betrug die Zahl der bestätigten infizierten Wildschweinkadaver landesweit 1.241 Tieren. 

Beitrag von agrarheute:

21.000 Schweine gekeult: ASP in polnischem XXL-Betrieb ausgebrochen | agrarheute.com

Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zur ASP:

Afrikanische Schweinepest | Friedrich-Loeffler-Institut