Hirn-Scanner für die Demenzforschung nimmt den Betrieb auf7. Februar 2022 v.l.: Oberärztin Dr. Annette Großmann, Prof. Stefan Teipel, Prof. Marc-André Weber, Katharina Schlich (Siemens Healthineers) und Dr. Kerstin Wernecke, DZNE, sind begeistert von den neuen Möglichkeiten, die der Hirn-Scanner bietet. (Bildquelle: Siemens Healthineers) Zusammen mit der Universitätsmedizin Rostock hat das DZNE einen neuen Magnetresonanztomographen für Forschungszwecke in Dienst gestellt. Der Hirn-Scanner ist insbesondere für die Erforschung der Frühdiagnose und Behandlung von Demenzerkrankungen bestimmt. Mit dem neuen Tomographen, der mit einem Magnetfeld von drei Tesla betrieben wird, sollen unter anderem die Reinigungs- und Entsorgungssysteme des Gehirns untersucht werden. Diese Mechanismen – auch glymphatisches System genannt – sind bei neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Demenz gestört. Der Scanner ermöglicht eine detailreiche Abbildung der Hirnanatomie und ist zur Optimierung der Bildqualität mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Das hochmoderne Gerät verfügt außerdem über funktionelle Techniken zur Messung der Gewebedurchblutung, des Zellstoffwechsels sowie zur Darstellung von Gehirnbereichen, die bei bestimmten Bewegungen oder Sprachfunktionen besonders aktiviert werden. „Um möglichst viele Personen in klinische Studien einschließen zu können, betreibt das DZNE ein bundesweites Forschungsnetzwerk. Rostock ist wichtiger Bestandteil dieses Verbunds. Mit diesem Hirn-Scanner verfügen wir über den neuesten Stand der Technik, gleichzeitig werden unsere Studienkapazitäten maßgeblich ausgebaut“, sagt Prof. Stefan Teipel, Leiter der Klinischen Forschung am DZNE-Standort Rostock/Greifswald und Leiter der Sektion Gerontopsychosomatik und demenzielle Erkrankungen der Universitätsmedizin Rostock. „Dieses Gerät bietet uns die Möglichkeit, Krankheitsmechanismen und auch die Wirksamkeit neuer Therapieansätze zu erforschen.“ Zusammenarbeit von DZNE und Universitätsmedizin Rostock Der Hirn-Scanner wird im Zentrum für Nervenheilkunde in Rostock-Gehlsdorf betrieben. Grundlage dafür ist die seit Jahren bestehende Kooperation des DZNE mit der Universitätsmedizin Rostock. Für den Erwerb des Gerätes hatte das DZNE im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie rund 1,4 Millionen Euro an Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten.
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