Hirntumoren im Kindesalter bestmöglich behandeln8. Februar 2019 Foto: © romaset – Fotolia.com Um für krebserkrankte Kinder die beste Therapie zu finden, haben sich zum Jahresbeginn die bundesweit federführenden strahlentherapeutischen Einrichtungen für Beratungen bei Hirntumoren (HIT) im Kindesalter zusammengeschlossen. In Deutschland werden rund 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Krebserkrankungen in Optimierungsstudien der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) therapiert. Das „HIT-Netzwerk“ der GPOH vereint dabei jene onkologischen Experten und Studien, die die Behandlung von Hirntumoren im Kindesalter in Versorgung und Forschung vorantreiben. Das Konsortium der strahlentherapeutischen Referenzzentren im HIT-Netzwerk wird dabei zukünftig ein wesentlicher Bestandteil sein. „Gemeinsam können wir gewährleisten, dass für jede Diagnose und Studie eine hohe Expertise vorliegt. Denn wir bündeln die Kompetenzen verschiedener Experten in allen modernen Techniken der Strahlentherapie“, erklärte Prof. Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie im Westdeutschen Protonenzentrum Essen (WPE) und Sprecherin des neuen Konsortiums. Innerhalb der Forschungsgrupppe gibt es eine diagnosespezifische Aufgabenverteilung zwischen den beteiligten Universitätsklinika Essen, Dresden, Hamburg-Eppendorf und Heidelberg. Die Deutsche Kinderkrebsstiftung fördert das neue Konsortium zunächst für zwei Jahre. Zu seinen Aufgaben gehören die Beratung, die Erstellung individueller strahlentherapeutischer Therapieempfehlungen, die Qualitätssicherung sowie die Erarbeitung optimierter Behandlungskonzepte auf der Grundlage von Studien- und Registererfahrungen auf nationaler und internationaler Ebene. Ein weiteres Ziel ist es, moderne Techniken – wie die Protonentherapie – fortlaufend in Studienprotokolle und Therapie-Leitlinien einzuführen und ihre Rolle zu definieren. Bis Ende 2018 wurde das Referenzzentrum Strahlentherapie für Hirntumoren im Kindesalter innerhalb der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) von Prof. Rolf-Dieter Kortmann geleitet. Unter seiner Regie konnten mehr als 5000 Beratungen und Therapieempfehlungen erbracht werden.
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