Hitze, Lärm und Feinstaub: Neue Task Force aus Herzspezialisten warnt vor Risiken durch Umweltfaktoren3. Juni 2024 KI-generiertes Symbolbild: ©Ян Заболотний/stock.adobe.com Klimawandel und Umweltverschmutzung stellen eine Gefahr für die Herz-Kreislauf-Gesundheit dar. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) reagiert darauf mit der Einrichtung der neuen Task Force „Planetare Gesundheit“. Hitze ist ein Risiko für das Herz-Kreislauf-System. Ab einer Außentemperatur von 30 °C kann es zu plötzlichem Abfall des Blutdrucks, Problemen mit dem Kreislauf und schlimmstenfalls zum Hitzschlag kommen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Hitzewellen die häufigste Todesursache. Auch Lärm gehört zu den Risikofaktoren, vor allem in städtischen Lebensräumen. Feinstaub- und Ozonbelastung führen darüber hinaus jährlich zu mehr als acht Millionen zusätzlichen Todesfällen. Besonders Menschen mit vorbelastetem Herzen und Blutdruck sind gefährdet. Deshalb macht der Hitzeaktionstag am 5. Juni einmal mehr auf die Gefahren aufmerksam, die der Herzgesundheit durch den Klimawandel drohen. Ziele der Task Force „Planetare Gesundheit“ Für die DGK als Partner des Aktionstags ist es daher dringend notwendig, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um diese Risiken zu erkennen und zu minimieren. Zu diesem Zweck wurde jüngst die Task Force „Planetare Gesundheit“ ins Leben gerufen. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darin, das Bewusstsein für klimatische Veränderungen als Auslöser für Herzprobleme zu stärken. Sie setzt sich aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten zusammen und steht im engen Austausch mit anderen Fachgesellschaften und Organisationen. Zu ihren wichtigsten Zielen gehören: Ein Bewusstsein für Umweltfaktoren als kardiovaskuläre Risikofaktoren schaffen Maßnahmen zum Schutz von Patientinnen und Patienten vor Umweltrisiken erarbeiten Die Aufmerksamkeit für die CO2-Bilanz von medizinischen Produkten und Maßnahmen steigern Nachhaltigkeit im klinischen Alltag fördern Die Expertengruppe soll maßgeblich dazu beitragen, die Herz-Kreislauf-Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und die Umweltbelastung durch das Gesundheitssystem zu reduzieren. Tipps zum Selbstschutz bei Hitzewellen Bis es so weit ist, können sich Risikogruppen vor Hitze schützen, indem sie schattige oder klimatisierte Orte aufsuchen und anstrengende körperliche Betätigung meiden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass durch ständiges Schwitzen nicht der Elektrolythaushalt zu stark absinkt. Isotonische Getränke können den bei der dessen Regulierung unterstützen. Bei längeren Hitzeperioden empfiehlt sich für Risiko-Patientinnen und -Patienten ein Besuch beim Hausarzt, um sicherzustellen, dass alle Werte noch in Ordnung sind oder evtl. eine Anpassung von Medikamenten notwendig ist. Diese und weitere Tipps sind auch auf Herzmedizin.de und den Seiten der Deutschen Herzstiftung zu finden.
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