Hochgradige vulvovaginale Läsionen: HPV-Impfung senkt das Risiko, besonders wenn sie früh erfolgt12. Mai 2026 Bild: ©syhin_stas – stock.adobe.com Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) ist mit einem verringerten Risiko für hochgradige Zervixläsionen verbunden. Für hochgradige vulvovaginale Läsionen lagen jedoch bislang nur wenige Daten vor. Ziel dieser bevölkerungsbasierten Kohortenstudie von Forschern um Dr. Yunyang Deng vom Karolina Institutet war es daher, den Zusammenhang zwischen der quadrivalenten HPV-Impfung und hochgradigen vulvovaginalen Läsionen zu untersuchen sowie die populationsbezogene Reduktion der Inzidenz in Geburtskohorten zu bewerten, die für verschiedene Impfprogramme infrage kommen. Untersucht wurden Frauen, die zwischen 1985 und 1998 geboren wurden und von 2006–2022 in Schweden lebten. Eingeschlossen wurden nur Frauen, die zuvor keine HPV-Impfung erhalten hatten und keine hochgradigen vulvovaginalen Läsionen aufwiesen. Der Impfstatus wurde als zeitabhängige Variable erfasst. Die Geburtskohorten entsprachen unterschiedlichen Impfprogrammen: 1985–1988 (opportunistische Impfung), 1989–1992 (subventionierte Impfung) und 1993–1998 (Nachholimpfung). Primärer Endpunkt war die Inzidenz hochgradiger vulvovaginaler Läsionen, einschließlich Karzinomen.© Impfung reduziert Inzidenz hochgradiger vulvovaginaler Läsionen deutlich Von 778.943 Frauen erhielten insgesamt 256.353 (32,9%) mindestens eine Dosis der quadrivalenten HPV-Impfung. Die mediane Nachbeobachtungsdauer betrug 17,0 Jahre (IQR 17,0–17,0) bei ungeimpften Frauen, 12,2 Jahre (IQR 10,6–13,4) bei Frauen, die im Alter zwischen 10 und 16 Jahren geimpft wurden, und 10,8 Jahre (IQR 9,3–13,5) bei Frauen, die mit 17 Jahren oder älter geimpft wurden. Während der Nachbeobachtung traten bei geimpften Frauen 98 Fälle hochgradiger vulvovaginaler Läsionen auf, bei ungeimpften 547 Fälle. Im Vergleich zu ungeimpften Frauen betrug das vollständig adjustierte Inzidenzratenverhältnis 0,63 (95 %-KI 0,50–0,81) für geimpfte Frauen. Stratifiziert nach dem Impfalter betrugen die Inzidenzratenverhältnisse 0,45 (95%-KI 0,32–0,65) für Frauen, die im Alter von 10–16 Jahren geimpft wurden, und 0,80 (95%-KI 0,61–1,06) für Frauen, die ab 17 Jahren geimpft wurden. Im Vergleich zu Frauen, die zwischen 1985 und 1988 geboren wurden, lagen die IRR für die Geburtsjahrgänge 1989–1992 bei 0,81 (95%-KI 0,67–0,97) und für 1993–1998 bei 0,62 (95%-KI 0,49–0,80). Am besten schon früh impfen Die Ergebnisse zeigen, dass die HPV-Impfung mit einer niedrigeren Inzidenz hochgradiger vulvovaginaler Läsionen verbunden ist, insbesondere bei Impfung vor dem 17. Geburtstag. Auf Bevölkerungsebene war eine Inzidenzreduktion in den Kohorten zu beobachten, die über subventionierte oder Nachholimpfprogramme geimpft wurden. Die Befunde unterstützen die Ausweitung der HPV-Impfung in jüngeren Altersgruppen zur Prävention hochgradiger vulvovaginaler Läsionen. (lj) Mehr zur HPV-Impfung: Wissen und ärztliche Empfehlung prägen HPV-Impfbereitschaft bei Erwachsenen HPV-Impfung schützt auch vor Genitalwarzen
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