Veterinärmedizinische Universität Wien: Hochmoderner Linearbeschleuniger am Start21. April 2023 Neuer hochmoderner Elekta InfinityTM Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie der vierbeinigen Patienten. Foto: © Vetmeduni Die Strahlentherapie zählt zusammen mit der Chirurgie und Chemotherapie zu den wichtigsten Behandlungsmethoden gegen Krebserkrankungen auch in der Veterinärmedizin. Nun wurde ein neues hochmodernes Strahlentherapiegerät für die Therapie der vierbeinigen Patienten an der Plattform Radioonkologie und Nuklearmedizin der Vetmeduni in Betrieb genommen. Wie die Veterinärmedizinische Universität Wien auf Ihrer Homepage berichtet stehen seit Kurzem für die radioonkologische Versorgung von Hund, Katze und Co. in der Kleintierklinik ein neues Strahlentherapiegerät (Elekta InfinityTM Linearbeschleuniger) – das einzige seiner Art österreichweit in der Veterinärmedizin – sowie das Bestrahlungsplanungssystem (RayStationTM) zur Verfügung. Der neue Linearbeschleuniger ermöglicht mithilfe neuester Technik eine noch präzisiere und effektivere Behandlung als sein Vorgängermodell, welches seit 2006 im Einsatz war. Zu den nun anwendbaren Bestrahlungstechniken zählen neben einer bildgestützten Strahlentherapie, eine intensitätsmodulierte Strahlentherapie und eine volumetrisch modulierte Rotationsbestrahlung. Ab Herbst 2023 kann zudem eine Stereotaktische Strahlentherapie als Hochpräzisionsbestrahlung angeboten werden, so die Vetmeduni. Hintergrund: Die Grundlage für die Bestrahlungstechniken des Elekta InfinityTM Linearbeschleuniger bildet ein hochauflösender Multi-Lamellen-Kollimator aus 160 Lamellen sowie ein integrierter Cone-beam CT für eine bildgestützte Strahlentherapie. Die Lamellen können während der Abstrahlung eines Feldes dynamisch bewegt werden und ermöglichen eine hochkonformale Formung des Strahlenfeldes. Mit Hilfe des integrierten Cone-beam CTs, kann eine Lageüberprüfung der zu bestrahlenden Tumorregion vor jeder Bestrahlung durchgeführt werden. Dies ermöglicht die Behandlung von Krebserkrankungen an nahezu jeder Köperregion, wie Haut- und Unterhauttumore sowie tiefer gelegene Krebsgeschwüre (Gehirntumore, Tumore in Maul- und Nasenhöhle; Tumore in Brust, Bauch oder Beckenhöhle). Gleichzeitig wird gesundes Gewebe geschont.
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