Hohe Überlebensraten bei juvenilem Melanom

Ärztin untersucht ein Muttermal. (Foto: © Alexander Raths – stock.adobe.com)

Melanome treten in den ersten zwei Lebensjahrzehnten selten auf. Ziel einer aus­tralischen Studie war die Bewertung der klinisch-pathologischen Merkmale sowie des Überlebens von Kindern (≤11 Jahre) und Jugendlichen (12–19 Jahre).

Dazu analysierten Mary-Ann El Sharouni vom Melanoma Institute Australia an der University of Sydney, Australien, und Kollegen die Daten einer gepoolten Kohorte von 514 Patienten (397 Niederländer, 117 Australier; 62 Kinder, 452 Jugendliche). Darüber hinaus werteten die Wissenschaftler die Pathologieberichte erneut aus, um die Subtypen des Melanoms zu bestimmen. Es wurden multi­variable Cox-Modelle für das rezidivfreie (RFS) und das Gesamtüberleben (OS) erstellt.

Zu den identifizierten Melanom-Subtypen zählten konventionelles Melanom (oberflächliche Ausbreitung, noduläres, desmoplastisches und akrales lentiginöses Melanom), spitzoides Melanom und Melanom in Verbindung mit einem kongenitalen Nävus bei 428, 78 bzw. acht Patienten. Das Zehn-Jahres-RFS betrug 91,5 Prozent (95 %-Konfidenzintervall [KI] 82,4–100) bei Kindern und 86,4 Prozent (95 %-KI 82,7–90,3) bei Jugendlichen. Das Zehn-Jahres-OS lag bei Kindern bei 100 Prozent und bei Jugendlichen bei 92,7 Prozent (95 %-KI 89,8–95,8). In der multivariablen Analyse, die aufgrund der geringen Anzahl von Kindern nur für die Gruppe der Jugendlichen möglich war, waren der Ulzerationstatus und die anatomische Lage mit RFS und OS assoziiert.

Die Autoren schlussfolgern, dass die Überlebensraten für Kinder und Jugendliche mit Melanom hoch sind. Ulzeration, Lokalisation im Kopf- oder Halsbereich und Breslow-Dicke >4 mm prognostizieren allerdings ein schlechteres Überleben. (am)