Humanes Adenovirus: Vielversprechendes Ziel für die Behandlung identifiziert23. September 2021 Abbildung: © Elionas2/Pixabay In einer kollaborativen Studie haben Forschende des Leibniz-Institutes für Experimentelle Virologie (HPI) mithilfe eines 3-D-Organoid-Modells des Darms untersucht, wie natürliche Killerzellen (NK-Zellen) mit Humanen Adenoviren (HAdV)-infizierte Darmepithelzellen erkennen und abtöten. Humane Adenoviren sind eine der Hauptursachen für Erkrankungen bei Kindern und immungeschwächten Menschen, vor allem nach allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantationen. Wirksame Therapien gegen HAdV-Infektionen ohne schwere Nebenwirkungen sind gegenwärtig nicht verfügbar. Vor diesem Hintergrund haben Forschende der HPI-Abteilungen „Virus-Immunologie“ und „Virale Transformation“ nun mithilfe eines 3-D-Organoid Modells des Darms untersucht, wie natürliche Killerzellen HAdV-infizierte Darmepithelzellen erkennen und abtöten. Es wurde gezeigt, dass in infizierten Darmzellen eine Kaskade in Gang gesetzt wird, die eine verbesserte Erkennung und Abtötung durch KIR3DS1+ NK-Zellen ermöglicht. Außerdem entdeckten die Forscher, dass Kinder, die bei einer Stammzelltransplantation Spenderzellen mit dem Rezeptor KIR3DS1+/HLA-Bw4+ erhalten haben, besser vor einem schweren Verlauf einer HAdV-Infektion geschützt sind. „Darmorganoide ermöglichen die Untersuchung von Interaktionen zwischen menschlichen Immunzellen und Gewebezellen bei Entzündungen und Infektionen im Rahmen der personalisierten Medizin. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die KIR3DS1/HLA-F-Achse ein vielversprechendes Ziel für die Entwicklung einer Behandlung einer schweren HAdV-Reaktivierung nach einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation bei Kindern sein könnte“, erläutert Dr. Madeleine Altfeld-Bunders aus der HPI-Abteilung „Virus Immunologie“ und der III. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. An der HPI-geleiteten Studie waren zahlreiche wissenschaftliche Institutionen beteiligt, unter anderem die Universität Uetrecht und das zugehörige University Medical Center (UMC), das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), das Princess Máxima Center for pediatric oncology, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und das Altonaer Kinderkrankenhaus.
Mehr erfahren zu: "Präkonzeptionelle CED-Operationen: Signifikantes Risiko für Ileus in der Schwangerschaft" Weiterlesen nach Anmeldung Präkonzeptionelle CED-Operationen: Signifikantes Risiko für Ileus in der Schwangerschaft Frauen mit einer Chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED), die deshalb operiert und danach schwanger werden, besitzen ein deutlich erhöhtes Risiko für unerwünschte Outcomes, die sowohl die Mutter als auch den Fötus betreffen. […]
Mehr erfahren zu: "Sarkopenie bei pädiatrischem Morbus Crohn: Klar erhöhtes Risiko für klinische Rezidive im ersten Krankheitsjahr" Weiterlesen nach Anmeldung Sarkopenie bei pädiatrischem Morbus Crohn: Klar erhöhtes Risiko für klinische Rezidive im ersten Krankheitsjahr Welchen Einfluss hat eine Sarkopenie auf die klinischen Outcomes bei Kindern mit Morbus Crohn? Laut einer Studie erhöht ein degenerativer Abbau der Skelettmuskulatur bereits zum Zeitpunkt der Diagnose das Risiko […]
Mehr erfahren zu: "Rektale Entzündungen bei Colitis ulcerosa: Kein erhöhtes Risiko für Pouchversagen, -dysfunktion oder Komplikationen" Weiterlesen nach Anmeldung Rektale Entzündungen bei Colitis ulcerosa: Kein erhöhtes Risiko für Pouchversagen, -dysfunktion oder Komplikationen Ein Pouchversagen bei Colitis ulcerosa erfordert die Entfernung des Pouches oder die Anlage eines permanenten Abführstomas. Jetzt haben Forschende untersucht, ob eine rektale Entzündung vor der Pouchbildung das Risiko für […]