Hypertonie und erhöhtes LDL-Cholesterin auch bei jungen Menschen problematisch17. Juli 2019 Foto: © zinkevych – Adobe/Stock Bluthochdruck und Cholesterinwerte in jungen Jahren hängen mit späteren Herzerkrankungen zusammen. Das erhöhte Risiko erwies sich als unabhängig von der Exposition gegenüber diesen Risikofaktoren später im Leben. Erhöhter Blutdruck und erhöhter Cholesterinspiegel im jungen Erwachsenenalter können zu einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen im späteren Leben führen, unabhängig davon, ob diese Risikofaktoren später im Leben ebenfalls auftreten. Dies geht aus Untersuchungen hervor, die am Montag im “Journal des American College of Cardiology” veröffentlicht wurden. Unter Verwendung von Daten aus sechs großen Gemeinde-basierten prospektiven Kohortenstudien modellierten die Forscher vollständige Verläufe von Risikofaktoren ab dem 18. Lebensjahr während der Nachbeobachtung und schätzten anhand dieser Verläufe die unabhängigen Assoziationen der Risikofaktorexpositionen im jungen (18-39 Jahre) und späteren Erwachsenenalter (Alter? 40 Jahre) mit nachfolgendem Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und Schlaganfall ab. Die Forscher berechneten periodenspezifische zeitlich gewichtete Durchschnittswerte des systolischen Blutdrucks (SBP), des diastolischen Blutdrucks (DBP) sowie der HDL- und LDL-Cholesterin-Exposition von jüngeren und älteren Erwachsenen. Insgesamt wurden 36.030 Teilnehmer in die Analyse einbezogen. In einem Nachbeobachtungszeitraum von 17 Jahren traten 4570 neue Fälle von koronarer Herzkrankheit (KHK), 5119 Fälle von Herzinsuffizienz und 2862 Schlaganfälle auf. Die durchschnittlichen Werte von SBP, DBP, LDL und HDL im jungen Erwachsenenalter korrelierten stark mit den Durchschnittswerten der späteren Lebensjahre. Erhöhtes LDL-Cholesterin im jungen Erwachsenenalter war mit einem um 64 Prozent erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen verbunden, unabhängig von späteren Expositionen. Hoher SBP und DBP im jungen Erwachsenenalter waren unabhängig voneinander mit einem um 37 Prozent bzw. 21 Prozent erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz assoziiert. Während keine Exposition junger Erwachsener unabhängig mit einem Schlaganfall assoziiert war, waren erhöhte Werte von SBP oder DBP im späteren Leben starke Prädiktoren für einen Schlaganfall. “Unsere Ergebnisse tragen zu der zunehmenden Evidenz dafür bei, dass das junge Erwachsenenalter ein kritischer Zeitraum ist, in dem Bluthochdruck oder erhöhtes Cholesterin besonders schädlich sind. Die Aufrechterhaltung optimaler Blutdruck- und LDL-Cholesterin-Werte im jungen Erwachsenenalter könnten erhebliche Vorteile für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Lebenszeit bringen”, sagte Seniorautor Dr. Andrew E. Moran von der Columbia University. Die Forscher empfehlen die Durchführung von Präventionsprogrammen für einzelne junge Erwachsene, die webbasiert, patientenzentriert und mobil sind und berücksichtigen, dass diese Altersgruppe möglicherweise der Bedeutung ihres zukünftigen Herzrisikos keine Beachtung schenkt. Publikation: Zahng Y et al. Associations of Blood Pressure and Cholesterol Levels During Young Adulthood With Later Cardiovascular Events. Journal of the American College of Cardiology 2019;74(3):342-345; https://doi.org/10.1016/j.jacc.2019.03.529
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