IgA-Nephropathie: Kombination aus Endothelin-Rezeptorantagonist und SGLT2-Inhibitor könnte die Behandlung verbessern

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Laut einer Studie aus China kann bei Patienten mit IgA-Nephropathie die Kombination eines Endothelin-Rezeptorantagonisten mit einem SGLT2-Inhibitor die Proteinurie im Vergleich zur alleinigen Gabe eines SGLT2-Inhibitors weiter reduzieren.

Natrium-Glukose-Cotransporter-2 (SGLT2)-Inhibitoren und Endothelin-Rezeptorantagonisten (ERA) können die Proteinurie reduzieren und das Fortschreiten der Nierenerkrankung bei Immunglobulin-A-Nephropathie (IgA-Nephropathie) verlangsamen, erklärt das Forscherteam um Erstautor Qinlan Chen vom Peking University First Hospital (China).

Die potenzielle synergistische Wirksamkeit und Sicherheit sei bisher unklar. Ihre neue Studie hat diesen Zusammenhang untersucht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Journal of the American Society of Nephrology“ veröffentlicht.

Wirkung von Ambrisentan und Henagliflozin

Die Wissenschaftler nahmen in diese offene, randomisierte Crossover-Studie Erwachsene mit IgA-Nephropathie, einer geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) von unter 30 ml/min/1,73 m² und einem 24-Stunden-Urin-Protein-Kreatinin-Verhältnis (UPCR) von mindestens 0,44 g/g oder einem 24-Stunden-Urin-Protein von mindestens 0,5 g trotz maximaler Blockade des Renin-Angiotensin-Systems auf.

Die Behandlungen bestanden aus Endothelin-Rezeptorantagonist Ambrisentan (5 mg/Tag), SGLT2-Inhibitor Henagliflozin (10 mg/Tag) und deren Kombination. Sie wurden in randomisierter Reihenfolge über jeweils vier Wochen verabreicht, gefolgt von einer vierwöchigen Auswaschphase.

Primärer Endpunkt war die Korrelation der 24-Stunden-UPCR-Veränderungen zwischen den Behandlungen. Zu den sekundären Endpunkten gehörte die eGFR-Veränderung. Sicherheitsendpunkte umfassten Flüssigkeitsretention (Veränderung des Körpergewichts). Die Forscher schlossen 65 Patienten mit einer mittleren eGFR zu Studienbeginn von 69 ml/min/1,73 m² und einem medianen 24-Stunden-UPCR von 0,8 g/g ein.

Reduktion der Proteinurie

Im Gesamtergebnis zeigte sich keine Korrelation zwischen der Reduktion des 24-Stunden-UPCR unter Monotherapie und der Kombinationstherapie. Nach der Behandlung betrug die mittlere Reduktion des 24-Stunden-UPCR mit der Kombinationstherapie -44 Prozent, was ähnlich wie bei Ambrisentan allein war, aber signifikant besser als bei Henagliflozin allein. Die mittlere Reduktion der eGFR gegenüber dem Ausgangswert betrug unter der Kombinationstherapie -4,7 ml/min/1,73 m². Dieser Wert war signifikant höher als unter Ambrisentan, aber vergleichbar mit dem unter Henagliflozin. Unter der Kombinationstherapie traten weniger Flüssigkeitsretentionen auf als unter Ambrisentan allein.

Das Resümee der Autoren: Die Kombination eines ERA mit einem SGLT2-Inhibitor reduzierte die Proteinurie im Vergleich zur alleinigen Gabe eines SGLT2-Inhibitors weiter, und es traten weniger Flüssigkeitsretentionen auf als bei der alleinigen Gabe eines ERA.

(ri/BIERMANN)